Die Prozesse im Gesundheitsmarkt dauern oft länger als eHealth-Startups existieren

Die Prozesse im Gesundheitsmarkt dauern oft länger als eHealth-Startups existieren

IMG_0135Gestern waren wir vom NursIT Institute zu Gast beim Gründerfrühstück der Bitkom mit Gesundheitsminister Gröhe und Jörg Land vom Startup Tinnitracks. Gröhe betonte in seinem Impulsvortrag noch einmal, dass wir in Deutschland Gefahr laufen, den Anschluss an eHealth zu verpassen. Allerdings sieht er nicht den von Jens Spahn (MdB) aufgezeigten Überlebenskampf der eHealth-Startups. Viel mehr sieht er in den Startups eine Chance gegenüber den etablierten Monolithen, Systeme zu schaffen, die interoperabel und austauschbar sind. Dadurch erhält der Gesundheitsmarkt die Chance, schnell die wirklich geeigneten digitalen Produkte einzusetzen bzw. auszutauschen. Es sei ihm aber bewusst, dass die Entwicklung von Software als Medizinprodukt ein hohe Hürde darstellt, die aber Voraussetzung für die Aufnahme in Heilmittelverzeichnis der Krankenkassen sind. Gerade auch um feststellen zu können, welche Kriterien eine gute App ausmachen, hat das BMG dazu aktuell eine Studie bei der Hochschule Hannover in Auftrag gegeben. Minister Gröhe versteht eHealth als ein neues Werkzeug in der Beziehung zwischen Patient und Arzt.

Jörg Land dagegen vermisst strukturierte Prozesse für junge Unternehmen im Gesundheitswesen. Deshalb würden viele Firmen der Branche nach Amerika abwandern. „Die Prozesse im Gesundheitsmarkt dauern oft länger als eHealth-Startups existieren“

Da Minister Gröhe explizit die Orientierungshilfe des BfArM für Medical Apps erwähnt hat, haben wir hier den Link bereitgestellt.

Author Info

Heiko Mania

No Comments

Post a Comment