Digital Health: Die Pflege tut Gutes, aber redet zu wenig darüber!

„Tue Gutes und rede darüber!“ – Diesen Satz habe ich früher immer gehört, wenn ich mit Freunden aus der Industrie darüber philosophiert habe, warum die Pflege so unsichtbar in den Köpfen der Deutschen ist. In anderen Ländern erfahren Pflegefachkräfte eine hohe Anerkennung. Warum nicht bei uns?

Vielleicht stimmt es ja – die Pflege tut Gutes, aber redet zu wenig darüber!

Am 30.11.16 haben wir, als einer der 5 Finalisten des Digital Health Pioneer 2016, unseren Pitch auf dem Digital Health Summit gezeigt. Wir haben uns sehr über diese Chance gefreut. Denn obwohl der Themen-Schwerpunkt „Digital Health“ war, fiel bis zu unserem Vortrag nicht ein einziges Mal das Wort „Pflege“ bei den Vorrednern.

Die Pflege ist zu leise und wird bei „Digital Health“ kaum wahrgenommen!

Von der Onkologie bis zur Pharmazie und von Big bis Shared Data – die Wichtigkeit und der Nutzen für die Medizin wurde in vielen spannenden Vorträgen dargestellt. Wir sind stolz, dass wir auch in diesen Themenbereich die pflegerischen Aspekte beleuchten durften.
Das Feedback im Anschluß zeigte, dass das Thema „smarte Technologien in der Pflege“ von vielen Teilnehmern als sehr wichtig wahrgenommen wird. Immer wieder wurde bestätigt, dass hier ein hohes Potential besteht und noch viel zu wenig Aktivitäten spürbar sind.
Wir möchten die Pflege sichtbarer machen und zeigen dabei smarte Möglichkeiten, die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen technologisch zu unterstützen!

PS: Wir sind nicht die Einzigen, die davon überzeugt sind, dass in einigen Jahren die Arbeit der Mediziner von künstlicher Intelligenz übernommen wird. Dann werden wenige spezialisierte Ärzte die eingesetzten Technologien lediglich überwachen.
Auch wenn Dr. Daniel  Sonntag vor seinem Vortrag das Gegenteil behauptete, hat er in seiner Präsentation gute Beispiele aufgezeigt, wo heute schon Ärzte durch präzisere Technologie ersetzt werden könnten (bildgebende Medizin, interaktive Kommunikation).
Die emotionale Intelligenz und Empathie einer Pflegefachkraft wird man nur schwerlich digitalisieren können. Und so hält es Christoph Keese in seinem aktuellen Buch „Silicon Germany“ sogar für möglich, dass Pflegefachkräfte in einigen Jahre aus diesem Grunde deutlich mehr verdienen, als die Mediziner.

 

 

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Heiko Mania

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