„Lücken, Pannen und Überschneidungen“. Pflegedokumentation: Wie wirkt sich diese auf die Pflege aus?

pflege-expertensoftwarejEin erst Ende Dezember 2016 veröffentlichter Forschungsartikel aus England (Journal of Research in Nursing 2016, Vol. 21(8) 638–648), beschreibt die aktuellen Erfahrungen mit der zunehmenden Dokumentationsarbeit in der Pflege. Dafür wurden mit erfahrenen Pflegefachkräften halbstrukturierte Interviews geführt und anschließend analysiert.

Dabei identifizierten die Forscher 3 übergreifende Themen:

  • Lücken = fehlende, ungenaue oder inkonsistente Informationen
  • Pannen = die Konsequenzen aus den Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten
  • Überschneidungen = Problem der Duplikate von Informationen in der Dokumentation

Diese Problemfelder haben einen sehr starken Einfluss auf die Qualität der pflegerischen Versorgung.

So können durch Lücken, falsche Annahmen und Entscheidungen für die Versorgung gefällt werden. Dies kann dann zu schwerwiegenden Pannen, zu minderwertiger oder kontraproduktiver Pflege und eine Erhöhung des Risikos für den Patienten führen. Überschneidungen in der Dokumentation erzeugen einen erhöhten Zeitaufwand, können aber auch zu ungenauen oder gegensätzlichen Informationen führen.

Zudem führt die aktuelle Form der Pflegedokumentation oft zu einer Verhinderung einer individuellen Pflegeplanung. Mason (1999) hat dabei festgestellt, dass Pflegefachkräfte die Pflegepläne oft negativ sehen und dass die Mehrheit der Dokumentation keinen offensichtlichen Einfluss auf die durchgeführte Pflege hatte.

Eine schlankere, digitale Pflegedokumentation würde es Pflegefachkräften ermöglichen, mehr Kontrolle über die Planung der Pflege zu haben, da sie nach Bedarf geändert werden kann, aber dabei nicht große Mengen an Papierkram generieren würde.

Im Ergebnis sieht die Studie die Notwendigkeit einer guten Pflegedokumentation zur Sicherung der Versorgungsqualität, aber auch die Probleme der heute praktizierten Dokumentationsmethoden und –systeme.

Schlanke, effiziente Pflege-Expertensoftware kann eine Lösung dafür sein. Die Einbindung von Pflegefachkräften in die Entwicklung neuer Pflegedokumentationssysteme ist demnach unerlässlich.

Was muss also eine modern Pflege-Expertensoftware können?

www.CareIT.Pro

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Heiko Mania

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