So können Sie Pflege-Aufwände und -Belastungen darstellen und damit klinische Prozesse beeinflussen

Die Auswirkungen von pflegerischer Belastung sind heute zunehmend sichtbar. Die Belastung selbst ist oft nicht real darstellbar, da die dafür notwendigen Leistungskennzahlen in der Pflege oft nur mit hohen Aufwänden generiert werden können. Da dies zudem meist noch retrospektiv erfolgt, ist eine präzise, operative Steuerung der Klinikprozesse kaum möglich. Das Ergebnis sind pauschale Prozesse und Belastungsspitzen bei den Pflegefachkräften.

Es gibt aber auch einen anderen Weg. Die Pflege-Expertensoftware CareIT Pro kann aus den erfassten Pflegedaten unterschiedliche Aufwandsindizes ableiten:

Die Pflegezeit (PZ) wird zum einem als geplante und zum anderen als tatsächliche Pflegezeit dargestellt. Sie ist die Durchführungszeit der am Patienten geplanten bzw. tatsächlich durchgeführten Pflegemaßnahmen pro Schicht oder Tag und der Station. Damit ergibt sich bereits im Vergleich der Pflegezeiten aller Stationen eine gute Möglichkeit die zeitlichen Aufwände der Pflege auf Basis ihrer Patienten darzustellen.

Dazu gerechnet werden dann noch die Versorgungsbegleitenden Maßnahmenzeiten (VMZ) jeder Station. Die VMZ ist ein basaler Zeitwert jeder Station, der sich aus den Tätigkeiten der Pflege errechnet, die sich nicht einem individuellen Patienten zuordnen lässt. Das in CareIT Pro integrierte VMZ-Assessment wird durch das jeweilige Stationsmanagement objektiviert. Dadurch können auch die pflegerischen Aufwände, die neben konkreten Pflegeinterventionen bestehen, deutlich dargestellt werden. Die Summe beider Zeiten ist der Pflegepersonal-Aufwand (PPA) in Minuten pro Schicht oder Tag.

In Verbindung mit einem Klinikorganisationssystem (KOS) können nun noch Informationen aus der Personaleinsatzplanung (PEP) einfließen und somit eine Pflegepersonalzeit (PPZ = verfügbare Ressourcen pro Tag in Minuten) dem Pflegepersonal-Aufwand einer Station gegenüberstellen.

Mit diesen Informationen können dann verschiedenste klinische Prozesse durch das KOS getriggert werden. So können bei der Belegungssteuerung genau diese Informationen einfließen und die Belastungsspitzen von pflegeintensiven Stationen glätten, in dem bevorzugt erst Stationen mit besseren Pflegepersonal-Aufwänden und Personalzeiten belegt werden. Dies kann sowohl bei akuten, wie auch bei elektiven Patienten genutzt werden. Zudem hat das Pflegemanagement dadurch ein optimales Instrument der operativen Einsatzsteuerung, da der Personaleinsatz im Verhältnis zum errechneten Aufwand in Echtzeit als Benchmark genutzt werden kann.

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Heiko Mania

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