So öffnen zwei Berliner Startups digitale Wege für Patienten

Einfach das passende Krankenhaus finden, per Klick einen Termin anfragen, und direkt vorab online den Aufnahmebogen ausfüllen – in Anbetracht des Digitalisierungsgrades des deutschen Gesundheitssystems klingt das eigentlich noch nach Utopie. Es funktioniert aber schon – dank zweier junger Unternehmen, die eine Vision teilen. Krankenhaus.de und NursIT arbeiten ab sofort eng zusammen, um Patienten, Pflegekräfte und Krankenhäuser mit digitalen Services unterstützen.

„Wir haben uns vor und während der Corona-Pandemie gefragt: wie können wir einen Beitrag leisten, um Patienten und die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu entlasten?“ erklärt Heiko Mania, Gründer und Geschäftsführer von NursIT. Das Unternehmen entwickelt smarte Lösungen für Beschäftigte in der Pflege. Mania war selbst jahrelang Pfleger und weiß deshalb genau, mit welchen Herausforderungen das Gesundheitswesen konfrontiert ist. Mit Selbstanamnese.de hat das Unternehmen einen digitalen Fragebogen entwickelt, den Patienten online in Vorbereitung auf ihre Behandlung im Krankenhaus ausfüllen können. „Viele Patienten führen den Bogen mittlerweile sogar ausgedruckt im Portemonnaie mit, ähnlich wie ein Organspendeausweis.“ berichtet Mania weiter.

Auf dem Such- und Vergleichsportal Krankenhaus.de konnten Patienten schon vor der Krise passende Kliniken finden und Termine anfragen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat das Team um Geschäftsführer Balthasar von Hohenthal eine digitale Warteliste für Patienten entwickelt. Hintergrund sind die vielen Behandlungen und Operationen, die aufgrund der Pandemie verschoben werden mussten. Die Warteliste soll Kliniken bei der Rückkehr zum Normalbetrieb unterstützen. 

Mit NursIT haben wir einen starken Partner gefunden. Die Services und Ziele beider Unternehmen ergänzen sich gut. Auch in Zukunft wird es weitere Synergieeffekte geben. Wir sind stolz darauf gemeinsam vor, während und auch nach der Krise unterstützen zu können.“ fügt von Hohenthal dazu.

Besonders während der Corona-Pandemie ist einmal mehr deutlich geworden, welch zentrale Bedeutung digitale Services im Gesundheitssystem einnehmen. Und es waren bisher insbesondere Startups, die im Zuge der Krise schnell und flexibel agierten, um dem Virus mit einer neuen Idee oder einer innovativen Lösung die Stirn zu bieten. 

Beide Startups werden von der öffentlichen Investitionsbank Berlin (IBB) gefördert, die junge innovative Unternehmen unterstützt. Auch in Zukunft werden beide Unternehmen eng verzahnt agieren und sich gemeinsam dafür einsetzen, die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter voranzutreiben.

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