Archives Januar 2016

Dubai: NursIT Institute präsentiert seine Pflegesoftware auf der Arab Health

IMG_0226Am gestrigen Morgen eröffnete eine Delegation hochrangiger Scheichs die diesjährige Medizinmesse Arab Health in Dubai. Auf dem Gemeinschaftsstand von Berlin Partner sind auch wir das erste Mal dabei. Da stellt sich sicher die Frage, ob eine deutsche Pflegesoftware für das arabische Publikum interessant sein könnte. Wir denken – Ja! Denn einen deutschen Pflegeprozess gibt es ja nicht – die meisten orientieren sich dabei an dem Pflegeprozess der WHO.

Und Pflege ist international. Deshalb haben wir unsere Software von Anfang an multilingual entwickelt – sowohl für die Anwender aus der Pflege, als auch für die erzeugten Patienteninformationen.

Wir haben heute interessante Gespräche mit Interessenten aus dem mittleren Osten und anderen, entfernten Regionen geführt. Auch Gesprächsanfragen für die nächsten Tage haben uns schon über das Internet erreicht. Man plant einen Messebesuch heute via App 😉

Einige pflegerische Prozesse und damit auch verbundene Probleme scheinen doch überall auf der Welt ähnlich zu sein. Und so haben uns Klinikvertreter am Stand gezielt aufgesucht und über deren Probleme mit den vielen pflege-relevanten Einzel-Scores berichtet. Häufig wird Vieles auf viele, einzelne Papierbögen dokumentiert, obwohl ein KIS bereits eingeführt ist. Eine Tatsache, die uns ins Deutschland auch nicht selten begegnet. Das digitale Pflege-Assessment in unserer Software, die damit verbundenen, automatisierten Prozesse und der nachgewiesene Zeitgewinn, stießen dabei auf großes Interesse. Dies hat uns wirklich gefreut.

Wir werden uns auch in den nächsten Tagen intensiv mit anderen Herstellern, Ausstellern und Besucher austauschen.

Das Thema „Pflege“ ist nun auch in Dubai präsent – durch NursIT!

Die Prozesse im Gesundheitsmarkt dauern oft länger als eHealth-Startups existieren

IMG_0135Gestern waren wir vom NursIT Institute zu Gast beim Gründerfrühstück der Bitkom mit Gesundheitsminister Gröhe und Jörg Land vom Startup Tinnitracks. Gröhe betonte in seinem Impulsvortrag noch einmal, dass wir in Deutschland Gefahr laufen, den Anschluss an eHealth zu verpassen. Allerdings sieht er nicht den von Jens Spahn (MdB) aufgezeigten Überlebenskampf der eHealth-Startups. Viel mehr sieht er in den Startups eine Chance gegenüber den etablierten Monolithen, Systeme zu schaffen, die interoperabel und austauschbar sind. Dadurch erhält der Gesundheitsmarkt die Chance, schnell die wirklich geeigneten digitalen Produkte einzusetzen bzw. auszutauschen. Es sei ihm aber bewusst, dass die Entwicklung von Software als Medizinprodukt ein hohe Hürde darstellt, die aber Voraussetzung für die Aufnahme in Heilmittelverzeichnis der Krankenkassen sind. Gerade auch um feststellen zu können, welche Kriterien eine gute App ausmachen, hat das BMG dazu aktuell eine Studie bei der Hochschule Hannover in Auftrag gegeben. Minister Gröhe versteht eHealth als ein neues Werkzeug in der Beziehung zwischen Patient und Arzt.

Jörg Land dagegen vermisst strukturierte Prozesse für junge Unternehmen im Gesundheitswesen. Deshalb würden viele Firmen der Branche nach Amerika abwandern. „Die Prozesse im Gesundheitsmarkt dauern oft länger als eHealth-Startups existieren“

Da Minister Gröhe explizit die Orientierungshilfe des BfArM für Medical Apps erwähnt hat, haben wir hier den Link bereitgestellt.

Die 3 Elemente der Pflege 4.0

Die Pflege 4.0 ist die konsequente Unterstützung der Pflegefachkräfte durch

  • innovative Technologien
  • auf Basis strukturierter Prozesse
  • unter Anwendung der pflegerischen Prozess- und IT-Kompetenz.
Pflege4-0

Die 3 Elemente der Pflege 4.0

Gerade in der Pflege sind heutzutage diese Elemente eher schlecht implementiert. All zu lang wurden nicht optimale Prozesse durch einen höheren, pflegerischen Personaleinsatz kompensiert und als „Eh-da-Kosten“ deklariert. Mit dem zunehmenden Fachkräftemangel dekompensiert aber dieses Vorgehen zunehmend. Aber auch die hohe Variabilität der pflegerischen Prozesse sind nicht selten ein Problem. Oft ist der Workflow davon abhängig, welche eigene Erfahrung die Pflegefachkraft mitbringt. Und so erlebt der Patient während seines Aufenthaltes immer wieder unterschiedliche Varianten von pflegerischen Interventionen. Dies senkt nicht nur das Vertrauen der Patienten, sondern ist auch pflege-ökonomisch oft nicht zu vertreten. Strukturierte, abgestimmte Workflows schaffen sowohl eine hohe Pflegequalität und Sicherheit, als auch ein Zeit- und Kostenoptimierung. Daher sollten alle wertschöpfenden Prozesse, an denen die Pflege maßgeblich beteiligt ist, strukturiert und konvergiert werden.

Dies lässt natürlich direkt an die beliebten Pflegestandards der Kliniken denken. In Ordnern oder Karteikästen sind diese auf vielen Stationen zu finden – leider oft in ungenutzten Ecken oder Schränken. Warum werden diese häufig nicht genutzt? Weil Sie oft nicht nachhaltig im Prozess implementiert sind! Papierstandards sind nicht das ideale Format für eine nachhaltige Umsetzung. Häufige Änderungen oder das Fehlen der Informationen am Point of Care sind nur zwei Aspekte. Eine mögliche Lösung stellt die Digitalisierung der pflegerischen Workflows unter der Nutzung innovativer Technologien dar.

Fazit: Die Digitalisierung eines schlechten Prozesses, ergibt einen schlechten, digitalen Prozess. Daher zuerst die Prozess-Strukturierung und dann die Prozess-Digitalisierung!

Teil 3: Innovative Technologien in der Pflege – Aktueller Stand und Blick in die Zukunft (folgt in Kürze)

Teil 4: Prozess- und IT-Kompetenz in der Pflege – Status quo und Angebote (folgt in Kürze)

NursIT Institute erweitert Geschäftsleitung:
 Heiko Mania wird Geschäftsführer

Mit 1. Januar 2016 hat Heiko Mania die Position des Geschäftsführers der NursIT Institute GmbH übernommen und leitet somit gemeinsam mit Stoyan Halkaliev das Unternehmen.

Heiko Mania bringt über 20 Jahre klinische Erfahrung aus der Pflege, dem Pflegemanagement, der Pflegeinformatik und dem Projektmanagement mit. Nach zwei Master-Studiengängen in der Health-IT, war er zuvor als Head of Business Development beim Berliner Medizinsoftware-Spezialisten MEDNOVO – Medical Software Solutions GmbH tätig. Mania wird künftig im Schwerpunkt die Bereiche Produktmanagement und Professional Services verantworten.
„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe und die damit verbundene Herausforderung. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam die innovativen Lösungen von NursIT in der Pflege erfolgreich etablieren und so die Pflege-IT verändern werden.“, so Heiko Mania über seine Bestellung.

„Mit Heiko Mania haben wir einen erfahrenen Domänenexperten für die Pflege und Health-IT gewonnen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Erfolg für seine neue Aufgabe“, so Stoyan Halkaliev, Geschäftsführender Gesellschafter NursIT Institute GmbH.
Über NursIT Institute GmbH:

Gegründet wurde das Unternehmen Anfang 2015 in Berlin. Als Spezialist für die „Pflege 4.0“ bietet NursIT innovative Dienstleistungen und Produkte für die Pflege an. Dabei bildet die Pflegesoftware der nächsten Generation „CareIT“ einen Schwerpunkt zur nachhaltigen Umsetzung optimierter, pflegerischer Prozesse.

Ein erfolgreiches, neues Jahr …

Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.
Albert Einstein

Liebe Leser, liebe Kunden, liebe Geschäftspartner,

für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken wir uns ganz herzlich. Auch im Jahr 2016 möchten wir wieder diejenigen sein, die Sachen für die Pflege realisieren, während andere diese noch für undurchführbar erklären.

Wir wünschen Ihnen im neuen Jahr viel Gesundheit, Glück und Erfolg.


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