Archives Mai 2017

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Das „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ (NITiP) startet am 31.05.2017 mit der virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“. Das Ziel ist es, die Anbieter pflegerelevanter, innovativer und technologischer Produkte bzw. Dienstleistungen und Pflegefachkräfte zusammenbringen und sich über neue Lösungen am Markt, erfolgreiche Projekte und zukünftige Entwicklungen auszutauschen.

Das Arbeitsumfeld der beruflichen Pflege verändert sich immer schneller und die Komplexität, der Druck und der Fachkräftemangel wirken sich zunehmend problematisch aus. Die Digitalisierung der Pflege wird zunehmend als Lösungsansatz gesehen. Immer häufiger hört man dazu, dass die Pflegefachkräfte die Digitalisierung ihres Berufes doch selbst aktiv gestalten sollen.

Jedoch zeigt sich in der Realität, dass die Pflegefachkräfte und das Pflegemanagement häufig keinen Überblick darüber haben, welche Lösungen und Dienstleistungen schon auf dem Markt verfügbar sind und welche Innovationen bereits „vor der Tür stehen“. Zudem haben sie zu wenige Möglichkeiten aktiv auf die Entwicklung von Technologien und Services Einfluss zu nehmen. Im Ergebnis werden viele Produkte und Dienstleistungen an den Anforderungen der Pflegefachkräfte und des realen Pflegeprozesses vorbei entwickelt. Zudem fehlt es in Deutschland auch an einer pflegerischen Organisation, der diesen Themenbereich aktiv bearbeitet.

Aus diesem Grund startet das NursIT Institute das neue „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ ( www.NITiP.de ). Durch Informationsveranstaltungen und Workshops sollen die technologisch-innovativen Möglichkeiten des Marktes und die realen Anforderungen der Anwender für beidseitige Synergien sorgen.

Den Auftakt macht die virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“ ( www.PflegeIT.de ) am 31. Mai 2017. Die Besonderheit dabei ist, dass diese Konferenz ausschließlich online (in Webinar-Form) durchgeführt wird. Die Teilnehmer können je nach Interesse, virtuell kommen und gehen. Alle Vorträge werden dabei aufgezeichnet und sind so auch später noch für interessierte Pflegefachkräfte nutzbar. Viele neue, innovative Themen, Projekte und Erfolgstories werden dort den Teilnehmern präsentiert. Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos und bedarf lediglich einer kurzen Anmeldung, eines PCs oder eines Smartphones. Gerade die für Pflegefachkräfte oft schwierige Organisation von Reisen zu Konferenzen entfällt somit. Zuhause, auf der Arbeit oder mobil – die Teilnahme ist kinderleicht.

Künftig sollen zudem im Netzwerk pflege-technologische Themen bearbeitet, Positionen entwickelt und gemeinsame Projekte gefördert werden.

Technologie-Beratung: Ein digitales Formular macht noch keine digitale Pflegedokumentation

Technologie-Beratung: Ein digitales Formular macht noch keine digitale Pflegedokumentation

„Unsere Pflegekräfte dokumentieren schon digital. Wir haben doch ein KIS!“
„Unsere Pflege dokumentiert auf Papier. Das kann sie gut und hält sie nicht unnötig auf.“

Es ist schon spannend mit welchen Argumenten wir manchmal konfrontiert werden, wenn wir mit Nicht-Pflegefachkräften über digitale Pflegedokumentation sprechen. Oft denken diese, dass das Ausfüllen eines digitalen Formulars im KIS schon die Pflegedokumentation darstellt. Und damit vergeben sie riesige Chancen, die Pflegefachkräfte optimal zu unterstützen, viel Aufwand und Zeit zu sparen und zusätzliche Erlöse automatisch zu generieren.

Zahnärzte wählen nicht das Dialysegerät aus. Warum gilt dies nicht auch für die Pflege?

Und die Pflegefachkräfte? Dort fehlt es häufig auch an pflege-technologischer Kompetenz und Erfahrung. Und so wird die Entscheidung häufig der IT-Abteilung oder dem Kaufmann überlassen. Das bedeutet jedoch, dass fachfremde Personen ohne tiefe Prozesskenntnisse die Werkzeuge für die Pflegefachkräfte auswählen. Und aus gut gemeint wird dann schnell nicht gut gemacht!

Um nicht einen falschen Eindruck zu vermitteln. Wir haben auch Kliniken kennengelernt, in denen kompetente IT-Pflegefachkräfte intensiv an der Auswahl und Beschaffung der Pflegetechnologien beteiligt waren. Dies erkennt man dann auch sehr häufig in der sehr pflegeprozess-nahen Umsetzung.

Mit externen Pflegeinformatikern die Kompetenz einkaufen

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Pflegeinformatiker in Deutschland noch rar gesät. Klar, hier wird sich mit der zunehmenden Digitalisierung des pflegerischen Arbeitsumfeldes noch sehr viel ändern.
Doch schon heute können die Gesundheitseinrichtungen die fachkundige Beratung und Projektunterstützung von Pflegeinformatikern nutzen. Denn genau diese Dienstleistungen können beispielsweise beim NursIT Institute in Anspruch genommen werden. Unsere Pflegeinformatiker mit jahrelanger Erfahrung in Pflege und klinischer IT unterstützen Gesundheitseinrichtungen:

  • bei der Analyse der Pflegeprozesse und des technologischen Bedarfs
  • bei der Analyse der vorhandenen IT-Systeme auf pflegerische Gebrauchstauglichkeit
  • bei der Optimierung der vorhandenen IT-Systeme
  • bei der Konzeption und Beschaffung der genau passenden IT-Systeme
  • im Prozess- und Projektmanagement
  • beim Erwerb von IT-Kompetenz und System-Training

Und was haben Sie davon?

Die Frage beantwortet sich fast von selbst. Wenn keine eigenen Erfahrungen und Kompetenzen in der Pflegeinformatik vorhanden sind, muss und sollte man nicht darauf verzichten. Die verschiedensten Beratungsangebote in der Pflegeinformatik bringen:

  • Entlastung der Pflegefachkräfte durch nutzbringende Technologien
  • Langfristige Investitionssicherheit
  • Effiziente, strukturierte Prozesse
  • Planbares und transparentes Vorgehen in Bezug auf Kosten und Nutzen
  • Abbildung der pflegerischen Interessen, Anforderungen und Notwendigkeiten in Prozessen, Projekten und IT-Systemen

Die Digitalisierung auch in der Pflege lässt sich nicht mehr aufhalten. Wer dies ignoriert wird von schnell überholt. Eine effiziente Unterstützung der Pflegefachkräfte wird zudem ein wichtiges Kriterium der Mitarbeiterzufriedenheit und des Fachpersonal-Recruitings. Welche Pflegefachkraft möchte nicht in einer Klinik arbeiten, in der durch strukturierte Prozesse und entlastende, nutzbringende Technologien mehr Zeit für die Arbeit am Patienten bleibt?

Pflege und die conhIT 2017 – Wann platzt endlich der Knoten?

Pflege und die conhIT 2017 – Wann platzt endlich der Knoten?

Die conhIT 2017 war wieder ein voller Erfolg – noch größer und noch mehr Aussteller. Die größte deutsche Health-IT Konferenz und Messe zog wieder Interessierte und Entscheider der Gesundheitsbranche an. Auch die Pflege rückt allmählich in den Focus dieser Veranstaltung. So gab es einige Vorträge, Podiumsdiskussionen und eine Industrieführung zum Thema „Pflege“.

Auch wir vom NursIT Institute waren in diesem Jahr wieder dabei. Am Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg präsentierten wir mit verstärkter Mannschaft die neuesten Entwicklungen unserer Pflege-Expertensoftware CareIT Pro und unsere Dienstleistung rund um das Thema „Lean Nursing“.

Was konnten wir aus pflegerischer Sicht von der conhIT 2017 mitnehmen?

Viele Akteure beschäftigen sich in der Theorie, in Form von aktuellen Studien, mit der Digitalisierung der Pflege . So gab es u.a. die Podiumsdiskussion „Digitalisierung in der Pflege – Wann platzt endlich der Knoten“. Auffällig war auch hier, dass wenn von Pflege gesprochen wird, meist die ambulante beziehungsweise die Langzeit- Pflege gemeint ist. Warum ist die klinische Pflege so wenig auf dem Radar der Akteure?
Natürlich waren auch einige, wenige Hersteller von Pflegesoftware präsent.

Insgesamt ist man sich sicher, es gibt noch viel zu tun um die modernen Technologien in der Pflege zu verankern. Dazu gehört , dass sich die Pflege selbst organisieren und engagieren sollte, um die Anforderungen der eigenen digitalen Werkzeuge selbst zu bestimmen. Aber auch die Schaffung von Anreizen für die Einführung und Nutzung von digitaler Pflegedokumentation wurde genannt. Ein weiterer Punkt ist das Fehlen von Beratungs- und Schulungsangeboten im Bereich von Pflege-Technologien.

 

Vortrag beim Lunchtalk am Berlin Partner Stand

Ja! Die Organisation der Pflege in einem Netzwerk oder Verband für Pflege-IKT ist notwendig. Vor knapp 10 Jahren war ich der Vorsitzende der „Deutschen Gesellschaft für Pflegeinformatik“. Dieser von 40 Pflegefachkräften gegründete Verband war scheinbar der Zeit voraus und hat sich nach 3 Jahren wieder aufgelöst. Heute wird genau so eine Gesellschaft gebraucht um die technologischen Entwicklungen mitzugestalten. Daher arbeiten wir derzeit daran, die Idee wieder aufleben zu lassen und das „Netzwerk für Innovationen und Technologie in der Pflege“ zu starten. Dazu in kürze mehr 🙂

 

Die Anreize für die Nutzung von digitaler Pflegedokumentation können auch die Hersteller setzen. Wenn Pflegefachkräfte bis zu 60 Minuten Dokumentationszeit pro Patienten sparen können und zudem durch die erfassten Informationen bis zu 75 EUR zusätzlich Erlöse sichern können, sollte dies ein starker Anreiz für jeden Entscheider sein. CareIT Pro kann genau dies und macht dazu den PKMS automatisch.

Und Beratung zu Innovationen und Technologien und der Pflege bieten wir auch. Im Rahmen unserer Lean Nursing-Methode betrachten wir nicht nur die Prozesse, sondern auch die vorhandenen Tools und IT-Systeme und zeigen Lücken und Potentiale auf. Zudem bieten wir vielfältige Seminare im Bereich pflegerischer Innovationen und IT.

Podiumsdiskussion zur neuen FHIR-Schnittstelle, die auch CareIT nutzt

Es ist also schon vieles vorhanden. Die Pflegefachkräfte sollten sich in diesem Bereich noch stärker informieren und die digitalen Erleichterungen auch einfordern!

Wir unterstützen dieses Thema gern mit Vorträgen, Präsentationen und Seminaren. Viele Pflegedirektionen haben unserer Informationsangebot bereits genutzt. Kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich!