Podcast Folge #20 | Kann Pflege noch Pflegedokumentation?

Podcast Folge #20 | Kann Pflege noch Pflegedokumentation?

Hat die Pflege noch das Fachwissen, die Zeit und die Motivation für Pflegedokumentation?

Diese Frage ist heute der Inhalt des Talks mit Heiko und Stephan. Neben der mangelnden Zeit für eine gute Pflegedokumentation, ist der Nutzen oftmals in der Vergangenheit nicht sichtbar gewesen. Und ob die meisten Pflegefachkräfte heute noch das tiefe Fachwissen zur korrekten Pflegedokumentation besitzen, ist ein weiter Punkt der Diskussion.Aber vielleicht ist ja gerade eine moderne, digitale Pflegedokumentation eine Lösung?

Hier können Sie Folge #20 anhören.

Folge #19 | Allianz für die Digitalsierung in der Pflege gestartet

Folge #19 | Allianz für die Digitalsierung in der Pflege gestartet

Heiko & Stephan sind zurück aus der Sommerpause und starten mit dieser Folge die Staffel 2 des Podcasts. Viel Spaß beim Hören!

  1. Die Smart Nursing Alliance ist gestartet und möchte mit der „Smart Ward“ eine intelligente Pflege- bzw. Klinikstation anbeiten.
  2. Die MEDICA 2019 ist vorüber und wir fragen uns: Wie viel Pflege war auf der MEDICA zu finden?
  3. Wir sind unter den 12 Finalsiten der Entscheiderfabrik. Was kommt nun?

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Echte Hürden oder eher Vorwände bei der Digitalisierung in der Pflege? – Gemeinsam statt einsam!

Echte Hürden oder eher Vorwände bei der Digitalisierung in der Pflege? – Gemeinsam statt einsam!

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist mittlerweile auch Thema der Massenmedien. Kein Gesundheitskongress kommt mehr an diesem Thema vorbei und auch der mögliche Entlastungsfaktor – die Digitalisierung in der Pflege – bringt ganz neue „Experten“ in die Podiumsdiskussionen. Sieht man sich jedoch die Pflegerealität an, wird in über 70 % der deutschen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, wie im Jahre 1880 von Florence Nightingale begründet, mit Stift und Papier gearbeitet. 

Aber warum findet man in der Pflege kaum digitale Unterstützung, obwohl die Pflegefachkräfte wegen der Fülle an Aufgaben der Administration, Kommunikation und Dokumentation, nur noch ein Viertel ihrer Arbeitszeit im direkten Patientenkontakt stehen? 

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Smart Nursing Alliance mit 15 Firmen gestartet – „Smart Ward“ soll die Pflege deutlich entlasten

Smart Nursing Alliance mit 15 Firmen gestartet – „Smart Ward“ soll die Pflege deutlich entlasten

Am 30.10.2019 startete in Köln die „Smart Nursing Alliance“. Unternehmen aus dem Bereich der Pflegetechnologien schlossen sich zusammen, um innovative Technologien zur Entlastung der Pflegefachkräfte zu verbreiten, sowie die Potentiale erlebbar zu machen. Einen Schwerpunkt bildet dabei die gemeinsame Entwicklung einer intelligenten Klinikstation „Smart Ward“.

Die berufliche Pflege befindet sich in Deutschland in einer zunehmenden Krise. Demografische Wandel, Fachkräftemangel, hohe patientenferne Aufwände, sowie geringe Attraktivität des Berufes führen zu massiven Einschnitten in der pflegerischen Versorgung. Zugleich liegt der Digitalisierungsgrad in der Pflege bei unter 30 Prozent.

Dabei mangelt es nicht, wie häufig argumentiert, an verfügbaren, innovativen Angeboten. Der Markt bietet eine Fülle an entlastenden Pflegetechnologien an – diese sind nur oftmals nicht wirklich bekannt.

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Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System

Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System

Oder: Wie nun viele Kliniken von Versäumnissen in der Vergangenheit eingeholt werden…

Die Situationen sind vergleichbar: Als im Zuge der Einführung des PKMS im Jahre 2011 das „Förderprogramm Pflege“ auslief, da mussten sich Krankenhäuser sorgen, wie sie diejenigen Budgetlücken füllen, die durch den Wegfall des „Förderprogramm Pflege“ gerissen wurden. Alle Krankenhäuser? Nein, nur diejenigen, die die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt hatten und glaubten, der PKMS habe eine ähnliche Halbwertzeit und budgetäre Auswirkung wie die PPR. Tatsächlich aber wurden mit PKMS diejenigen Häuser in eine komfortable Situation versetzt, die in puncto Digitalisierung und Prozessoptimierung vorgearbeitet hatten und auf gute Strukturen und vorbereitete Mitarbeiter setzen konnten. Das „Dokumentationsmonster“ PKMS ist dann zweifelsohne ein solches, wenn man die Möglichkeiten digitalisierter Pflegedokumentation nicht nutzt. Ist man aber vorbereitet gewesen, so haben selbst Häuser mittlerer Größe jährlich mehrere Hunderttausend Euro erwirtschaften können und der Switch vom „Förderprogramm Pflege“ zu PKMS als Generator für Budgetanteile war willkommen und gar von Vorteil im Vergleich zu den Rahmenbedingungen zuvor.

Es steht nun eine ähnliche Weichenstellung bevor. Es ist beschlossen, dass die Pflege und ihre Leistungen ab dem kommenden Jahr aus den Berechnungen der DRGs herausgerechnet werden. Dies ist für viele Krankenhäuser eine Situation, die Unsicherheit schürt. Man ahnt, dass das was kommt einer Dokumentations- und Nachweispflicht bedarf, auf die eine Vielzahl der Krankenhäuser nicht vorbereitet ist.

Das derzeit bestehende Pflegebudget kann in der Theorie von jedem Haus verteidigt oder gar aufgestockt werden. Es ist jedoch absehbar, dass hierzu künftig eine lückenlose und belegbare Dokumentation des Pflegeprozesses nötig ist. Wer über die Möglichkeit, dies abzubilden, nicht verfügt, wird in ernste Schwierigkeiten geraten, sein Budget aufrecht zu erhalten.

Im Fokus des Gesetzestextes steht die Abgrenzung der Pflegepersonalkosten für die unmittelbare Patientenversorgung auf bettenführenden Stationen. Die Krankenhäuser haben die Vorgaben zur Abgrenzung ihrer Kosten und Leistungen rückwirkend ab dem 01.01.2019 anzuwenden. Das bedeutet, dass die Pflegepersonalkosten für das Jahr 2019 gemäß KHEntgG als Ausgangsgrundlage für die erstmalige Ermittlung des Pflegebudgets im Vereinbarungszeitraum 2020 dienen und somit maßgeblich für die Abgrenzung der DRG-relevanten Kosten von denjenigen Kosten sind, die bei der Ermittlung des Pflegebudgets zu berücksichtigen sind. Viele Häuser fühlten sich dadurch veranlasst, das Pflegebudget in 2019 umfangreich aufzustocken. Dies geschah und geschieht in dem Glauben, dass das, was in 2019 vorhanden ist, die Grundlage für das Budget in 2020 ist. Das stimmt auch, jedoch ist das Vorhandensein nur die halbe Miete. Die aktuellen Veränderungen zeigen, dass zukünftig auch sehr genau belegt werden muss, dass für die hinter dem (aufgestockten) Pflegebudget stehenden Pflegekräfte auch die entsprechende Arbeit vorhanden ist. Und hier kommt die Krux: Wir allen wissen, dass sie das ist, aber wie belegt dies ein Krankenhaus mit überalterten Pflegedokumentationssystemen auf Papier oder stumm digitalisierten Formularsammlungen?

Das mit der Ausarbeitung eines konkreten Umsetzungsvorschlages beauftragte InEK möchte den Pflegerlös ab 2020 über eine separate Spalte in den Anlagen 1 und 3 der Entgeltordnung abbilden. Für die Rechnungsstellung wird ein neuer Entgeltbereich geschaffen. Dieser unterscheidet an den ersten beiden Stellen die Entgelte für Pflege am Bett je Tag von den bisherigen Fallpauschalen.

Daraus ist abzulesen, dass künftig sehr genau belegt werden muss, was Pflege am Bett je Tag geleistet hat und warum das Geleistete auch erforderlich war. Anders ausgedrückt: Von Krankenhäusern wird künftig erwartet, begründetes Pflegehandeln nachweisen und die je Tätigkeit aufgewendete Zeit belegen zu können. Dies können jedoch nur diejenigen Häuser wirklich, in denen Pflegedokumentationssysteme etabliert sind, die eine automatisierte Gründe- und Maßnahmenkombination aus einem validen Assessment ableiten und einen Pflegedokumentationsnachweis anbieten, der den zeitlichen Umfang der durchgeführten Maßnahmen beinhaltet.

Die Politik belohnt künftig also diejenigen, die sich in Sachen digitalisierter Pflegeprozessdokumentation frühzeitig auf den Weg gemacht haben. Der Reflex vieler Krankenhäuser, in 2019 zahlreiche Pflegekräfte einzustellen, in der Hoffnung, diese bleiben einem auch unter der neuen Gesetzeslage in 2020 erhalten, wird sich also nur dann auszahlen, wenn diese Pflegekräfte auch die Möglichkeit haben, die Notwendigkeit und Dauer ihrer Arbeit zu belegen. Ansonsten wäre eine Investition in eine digitalisierte Pflegedokumentationssoftware, die, wie etwa careIT pro die Möglichkeit bietet, alle Pflegemaßnahmen begründet zu planen und den Zeitaufwand minutengenau zu dokumentieren, die nachhaltigere Investition gewesen.

Die exakte Systematik zur Herausrechnung der Pflege aus den DRG soll planmäßig von der Selbstverwaltung im September dieses Jahrs vorgestellt werden. Unabhängig davon, wie diese im Detail aussehen wird, ist schon jetzt klar: So wie eine digitalisierte und automatisierte Pflegedokumentationssoftware die Prozesse der Pflegenden optimiert, erhält sie auch die Manövrierfähigkeit der Krankenhäuser, da die Softwaremodifikation als Reaktion auf die Veröffentlichung der Überlegungen des InEK im September ein Leichtes sein wird im Vergleich zu dem, was dann auf diejenigen Krankenhäuser zukommt, die in puncto Dokumentation begründeten Pflegehandelns und Nachweis verwendeter Zeitkontingente schon vor Jahren den Sprung auf den richtigen Zug verpasst haben.

Gern beraten wir Sie dazu, wie sie ihre Pflegedokumentation fit für das PpSG machen können.

Autor: Stephan Hohndorf-Meurs

Countdown bis zur Ausgliederung der Pflegepersonalkosten aus den DRG.

Folge #18 | Ist Pflegesoftware eines der 5 Digitalsierungsthemen 2020?

Folge #18 | Ist Pflegesoftware eines der 5 Digitalsierungsthemen 2020?

NursIT auf dem SommerCamp der Entscheiderfabrik in Neuss

Heiko und Stephan sind mit einem Abstrakt zur Pflege-Expertensoftware careIT Pro auf dem Sommercamp der Entscheiderfabrik. Dort erfolgte ein Coaching um die eingereichten Themen, für die Wahl der 5 Digitalsierungsthemen der Gesundheitswirtschaft für das Jahr 2020, optimal zu präsentieren. Wir berichten über unsere Eindrücke.

 

Podcast Folge #17| Kommen digitale Innovationen in Deutschland überhaupt in der Pflege an?

Podcast Folge #17| Kommen digitale Innovationen in Deutschland überhaupt in der Pflege an?

Heiko und Stephan talken in der aktuellen Folge darüber, wie falsche Pflegefakten in Vorträgen auf Fachkundige wirken.
Ein weiteres Thema ist die Beobachtung, dass viele digitale Innovationen in der Pflege, den langen Weg in die Regelversorgung nicht überstehen.
Und am Ende berichten über den Referentenentwurf des Digitale Versorgungsgetz (DVG) – Was ist das und was soll das?

Links aus der Folge:

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Digitalisierung der Pflege beginnt in den Köpfen des Pflegemanagements

Digitalisierung der Pflege beginnt in den Köpfen des Pflegemanagements

Ein neuer Workshop „Pflegemanagement & Digitalisierung“ des NursIT Institute richtet sich an das Pflegemanagement.

Die Digitalisierung der beruflichen Pflege schreitet, nicht zuletzt auch wegen der politischen Aktivitäten, mehr oder weniger zügig voran. Dabei kommt gerade dem Pflegemanagement, aufgrund der strategischenBedeutung, eine entscheidende Schlüsselrolle bei der Definition der digitalen Vision für die Pflege und der Unterstützung entsprechender Vorhaben zu. Dafür sind jedoch nicht nur grundlegende Marktkenntnisse über verfügbare Pflegetechnologien, sondern auch Grundlagen zu Digitalisierungsstrategien in der beruflichen Pflege vorteilhaft.

Der Workshop „Pflegemanagement & Digitalisierung“ richtet sich insbesondere an Pflegemanager/innen von Gesundheitseinrichtungen, die sich grundlegende Informationen zu Unterstützungspotentialen von modernen, digitalen Technologien in der Pflege und insbesondere der Führung verschaffen möchten. Zudem werden konkrete Schritte zur digitalen Transformation der eigenen Berufsgruppe aufgezeigt.

Nach dem Event haben die Teilnehmer einen guten Marktüberblick zu innovativen Pflegetechnologien und eine eigene digitale Vision für die Pflege der eigenen Einrichtung erstellt.

Das NursIT Institute bietet diese Veranstaltung am 12.06.2019 von 12:00 – 18:00 Uhr in seinem „Office West“ in der Nähe von Köln an.

Informationen und Anmeldung unter www.nursit-institute.de/Akademie

Podcast Folge #16 | Digitale Pflege und Buurtzorg in den Niederlanden

Podcast Folge #16 | Digitale Pflege und Buurtzorg in den Niederlanden

In der aktuellen Folge berichtet Stephan über seine Recherchen zum Thema „Digitalisierung & Pflege“ in den Niederlanden. Die Niederländer haben nicht nur weniger Krankenhäuser, sie suchen diese auch weniger häufiger als die Deutschen auf.
Zudem ist die soziale-pflegerische Versorgung im ambulanten Bereich super organisiert und durch Modelle wie „Buurtzorg“ für Patienten und Pflegekräfte äußerst attraktiv. Eine weitere Besonderheit sind die über das ganze Land verteilten „Living Labs“, in denen Patienten, Pflegekräfte und alle Interessierte neueste Innovationen für das tägliche Leben kennenlernen und ausprobieren können.
Nur für die Pflegefachkräfte in den Krankenhäusern scheint die Digitalisierung noch etwas zurück zu sein. Da hier im wesentlichen zwei Krankenhausinformationssysteme (KIS) marktbeherrschend sind, Chipsoft und EPIC, bieten diese eben nur KIS-typische, allgemeine Dokumentationsmöglichkeiten für die Pflege. Moderne Pflege-Expertensysteme sind hier eher noch nicht sehr verbreitet.
Auch im Pflegestudium bieten die Niederlande eine interessante Besonderheit an der Universität Enschede. Hier können die studierende Pflegefachkräfte zu ihren pflege-relevanten Fächern, auch weitere Fächer wie eHealth und Sensorik belegen und so direkt zu IT-KeyUser qualifiziert werden.

Viele weitere Informationen hört Ihr im Podcast.

Podcast hören:


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