Arab Health und moderne Pflege im Orient

Arab Health und moderne Pflege im Orient

In der vergangenen Woche waren wir das zweite Mal als Aussteller auf der Arab Health 2017 am Berlin Partner– Gemeinschaftsstand in Dubai dabei. Bei sommerlichen Temperaturen präsentierten wir hier unsere Pflege-Expertenlösung CareIT Pro. Und das Feedback aus Arabien war sehr interessant…

Die Arab Health ist die größte Messe und Konferenz für das Gesundheitswesen im Nahen Osten. Deutschland stellt dort die größte Ausstellergruppe dar. Sie wird in mitten des Herzens Dubais, im World Trade Centre, veranstaltet. Dabei entwickelt sich gerade Dubai zunehmend zu einem Weltzentrum der Medizin und des Medizintourismus. Es gibt sogar den eigenen Stadtteil „Dubai Healthcare City (DHCC)”. Die Planungen sehen dort rund 350 Kliniken, Diagnosezentren und gesundheitsbezogene Einrichtungen vor. Dazu kommen Hotels, Apartmenthäuser, Personalunterkünfte und Versorgungsbetriebe. Damit möchte Dubai zum weltweit größten „Gesundheits-Campus“ werden.
Und da hier und auch im gesamten arabischen Raum so viele Kliniken neu gebaut werden, wird auch von vorn herein auf eine modernste, digitale Ausstattung geachtet.  So zog esgerade auch diese Interessenten an unseren Stand um sich über moderne Pflege-Expertenlösungen zu informieren. Insbesondere die automatisierte, prädiktive und präskriptive Pflegedokumentation fand reges Interesse.

Aber auch das Thema „Klinik Organisationssystem (KOS)“ und die damit verbundene Bedeutung von pflegerischen Daten, war für die arabischen Messebesucher nicht nur aktuell, sondern auch höchst interessant.

Wer weiß, vielleicht können wir auf der nächsten Arbab Health 2018 schon erste Projekte im arabischem Raum vorstellen.

Übrigens hatten wir Besuch von Guido Burkhardt (Geschäftsführer der qhit), der mit uns ein Interview geführt hat…

 

Die Pflege als wichtiger Baustein der Krankenhausorganisation :: KOS Event Schweiz

Die Pflege als wichtiger Baustein der Krankenhausorganisation :: KOS Event Schweiz

IMG_2211Vorbei an Bananenpalmen, erntereifen Drachenfrüchten und grünen Papaya mussten die Teilnehmer des ersten Schweizer KOS-Events gestern gehen, um sich im „Dschungelcamp“ über die aktuellste Entwicklung im eHealth-Markt zu informieren. Die Initiative „Scheduling Healthcare“ lud Vertreter Schweizer Kliniken ins Tropenhaus Wolhusen zu diesem tropischen Update ein.

Auch das NursIT Institute gab dort sein Debüt, mit der mehrfach ausgezeichneten Pflege-Expertensoftware CareIT Pro, auf dem Schweizer Spitalmarkt.
Heiko Mania, geschäftsführender Gesellschaft, steigt mit der Philosophie der NursIT in seinen Vortrag ein: „Wir wollen die Pflegefachleute von Dokumentationserstellern zu Dokumentationsnutzern machen. Die Pflegedokumentation soll also durch smarte Technologien automatisch erzeugt werden.“.
Aber auch die Potentiale als Teil eines Klinik-Organisationssystems bewertet er als sehr hoch. Denn Pflegemaßnahmen können dadurch in Echtzeit mit anderen klinischen Terminen des Patienten priorisiert und automatisch koordiniert werden. So wird die Fraktionierung der Pflegeprozesse deutlich minimiert und auch Wartezeiten für den Patienten erheblich reduziert.
In der Verknüpfung mit der smarten Personaleinsatzplanung der Fa. Allocate, können zudem Informationen zur Pflegeintensität der Stationen und aktuelle bzw. geplante Interventionen, sowie die Betrachtung von historischen Daten, einen prognostizierten Ressourcen-Bedarf aufzeigen. Dieser kann dann durch verschiedene Services von den Pflegekräften selbst organisiert werden.
Aber auch eine DRG-konforme und auf Selbstpflegefähigkeiten basierte Patientenflusssteuerung wird mit dem KOS möglich.
IMG_2204„Dabei arbeiten zudem hoch-innovative und intelligente Softwaresysteme unter der Haube des Klinik-Organisationssystems. “; erklärt Guido Burckhardt, einer der Initiatoren von Scheduling Healthcare und Geschäftsführer der Firma qhit. Insbesondere bezieht er sich dabei auf das nagelneue Ressourcenmanagementsystem HiveMed der Firma MedSolv und das klinische Process Management Cockpit der Fa. Spare.

Mit den Erfahrungen erster begonnener Projekte in der Schweiz und Deutschland, konnten die Teilnehmer mehr über die Möglichkeiten und Potentiale einer solchen Organisationslösung erfahren. Die interessanten Gespräche und positiven Feedbacks zeigen, dass ein großes Interesse der Spitäler gegeben ist.

10 Vorteile der Pflege-Expertensoftware CareIT Pro für das Management

10 Vorteile der Pflege-Expertensoftware CareIT Pro für das Management

Die Investition in eine Pflege-Expertensoftware soll primär eine Erleichterungen für die Pflegefachkräfte bringen, jedoch auch eine positive Kosten-Nutzen-Rechnung erreichen. Durch die fast überall angespannte finanzielle Situation deutscher Kliniken, muss sich eine Amortisation einer solchen Beschaffung deutlich aufzeigen lassen. Nicht immer läßt sich dies in Euro und Cent voraus berechnen.
Die Ersparnis von Zeit durch die Reduktion und Automatisierung der Dokumentation und das zusätzliche Erwirtschaften von Erlösen durch die automatische Ableitung von Abrechnungskennzahlen aus den pflegerischen Informationen, lässt sich sehr gut kalkulieren.
Die Gesamtheit der Vorteile der Pflege-Expertensoftware CareIT Pro, die im folgenden Video vorgestellt werden, ermöglichen eine direkte Amortisation der Beschaffung.
Interessant für Sie? Gern erstellen wir für Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse. Kontaktieren Sie uns einfach!

„Lücken, Pannen und Überschneidungen“. Pflegedokumentation: Wie wirkt sich diese auf die Pflege aus?

„Lücken, Pannen und Überschneidungen“. Pflegedokumentation: Wie wirkt sich diese auf die Pflege aus?

pflege-expertensoftwarejEin erst Ende Dezember 2016 veröffentlichter Forschungsartikel aus England (Journal of Research in Nursing 2016, Vol. 21(8) 638–648), beschreibt die aktuellen Erfahrungen mit der zunehmenden Dokumentationsarbeit in der Pflege. Dafür wurden mit erfahrenen Pflegefachkräften halbstrukturierte Interviews geführt und anschließend analysiert.

Dabei identifizierten die Forscher 3 übergreifende Themen:

  • Lücken = fehlende, ungenaue oder inkonsistente Informationen
  • Pannen = die Konsequenzen aus den Ungenauigkeiten und Unstimmigkeiten
  • Überschneidungen = Problem der Duplikate von Informationen in der Dokumentation

Diese Problemfelder haben einen sehr starken Einfluss auf die Qualität der pflegerischen Versorgung.

So können durch Lücken, falsche Annahmen und Entscheidungen für die Versorgung gefällt werden. Dies kann dann zu schwerwiegenden Pannen, zu minderwertiger oder kontraproduktiver Pflege und eine Erhöhung des Risikos für den Patienten führen. Überschneidungen in der Dokumentation erzeugen einen erhöhten Zeitaufwand, können aber auch zu ungenauen oder gegensätzlichen Informationen führen.

Zudem führt die aktuelle Form der Pflegedokumentation oft zu einer Verhinderung einer individuellen Pflegeplanung. Mason (1999) hat dabei festgestellt, dass Pflegefachkräfte die Pflegepläne oft negativ sehen und dass die Mehrheit der Dokumentation keinen offensichtlichen Einfluss auf die durchgeführte Pflege hatte.

Eine schlankere, digitale Pflegedokumentation würde es Pflegefachkräften ermöglichen, mehr Kontrolle über die Planung der Pflege zu haben, da sie nach Bedarf geändert werden kann, aber dabei nicht große Mengen an Papierkram generieren würde.

Im Ergebnis sieht die Studie die Notwendigkeit einer guten Pflegedokumentation zur Sicherung der Versorgungsqualität, aber auch die Probleme der heute praktizierten Dokumentationsmethoden und –systeme.

Schlanke, effiziente Pflege-Expertensoftware kann eine Lösung dafür sein. Die Einbindung von Pflegefachkräften in die Entwicklung neuer Pflegedokumentationssysteme ist demnach unerlässlich.

Was muss also eine modern Pflege-Expertensoftware können?

www.CareIT.Pro

Zum Jahresausklang…

… wünschen wir Ihnen angenehme Stunden in fröhlicher und besinnlicher Runde im Kreis der Familie, aber auch Ruhe und Zeit zum Entspannen. Gleichzeitig wünschen wir einen guten Start für das neue Jahr und viel Glück und Erfolg bei all Ihren Projekten und Plänen.

Wir freuen uns auch auf die neuen Projekte in 2017, die wir für und mit den Pflegefachkräften durchführen dürfen.

Unser besonderer Dank gilt aber auch allen Kollegen, die wenn wir zu Hause besinnlich feiern, ihre Arbeit in den Kliniken verrichten werden.

Frohe Weihnachten wünscht

das gesamte Team des NursIT Institute !

weihnachtskarte

Digital Health: Die Pflege tut Gutes, aber redet zu wenig darüber!

„Tue Gutes und rede darüber!“ – Diesen Satz habe ich früher immer gehört, wenn ich mit Freunden aus der Industrie darüber philosophiert habe, warum die Pflege so unsichtbar in den Köpfen der Deutschen ist. In anderen Ländern erfahren Pflegefachkräfte eine hohe Anerkennung. Warum nicht bei uns?

Vielleicht stimmt es ja – die Pflege tut Gutes, aber redet zu wenig darüber!

Am 30.11.16 haben wir, als einer der 5 Finalisten des Digital Health Pioneer 2016, unseren Pitch auf dem Digital Health Summit gezeigt. Wir haben uns sehr über diese Chance gefreut. Denn obwohl der Themen-Schwerpunkt „Digital Health“ war, fiel bis zu unserem Vortrag nicht ein einziges Mal das Wort „Pflege“ bei den Vorrednern.

Die Pflege ist zu leise und wird bei „Digital Health“ kaum wahrgenommen!

Von der Onkologie bis zur Pharmazie und von Big bis Shared Data – die Wichtigkeit und der Nutzen für die Medizin wurde in vielen spannenden Vorträgen dargestellt. Wir sind stolz, dass wir auch in diesen Themenbereich die pflegerischen Aspekte beleuchten durften.
Das Feedback im Anschluß zeigte, dass das Thema „smarte Technologien in der Pflege“ von vielen Teilnehmern als sehr wichtig wahrgenommen wird. Immer wieder wurde bestätigt, dass hier ein hohes Potential besteht und noch viel zu wenig Aktivitäten spürbar sind.
Wir möchten die Pflege sichtbarer machen und zeigen dabei smarte Möglichkeiten, die größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen technologisch zu unterstützen!

PS: Wir sind nicht die Einzigen, die davon überzeugt sind, dass in einigen Jahren die Arbeit der Mediziner von künstlicher Intelligenz übernommen wird. Dann werden wenige spezialisierte Ärzte die eingesetzten Technologien lediglich überwachen.
Auch wenn Dr. Daniel  Sonntag vor seinem Vortrag das Gegenteil behauptete, hat er in seiner Präsentation gute Beispiele aufgezeigt, wo heute schon Ärzte durch präzisere Technologie ersetzt werden könnten (bildgebende Medizin, interaktive Kommunikation).
Die emotionale Intelligenz und Empathie einer Pflegefachkraft wird man nur schwerlich digitalisieren können. Und so hält es Christoph Keese in seinem aktuellen Buch „Silicon Germany“ sogar für möglich, dass Pflegefachkräfte in einigen Jahre aus diesem Grunde deutlich mehr verdienen, als die Mediziner.

 

 

Können ChatBots für die Pflege nützlich sein?

chatbotnursbeeBis die ersten, humanoiden Roboter in der Pflege regulär ihren Dienst antreten, wird es sicher noch ein wenig dauern. Aber schon heute haben wir es gelegentlich mit Ro(bots) zu tun. Denn viele Messenger (Whatsapp, Facebook etc.) erlauben schon heute das Einbinden von „Nachrichen-Roboter“, sogenannte Chatbots.

Ich habe mir die Frage gestellt, ob die Chatbots einen Nutzen in der Pflege haben könnten. Und mir fielen spontan vielerlei Anwendungsmöglichkeiten ein. So habe ich mich direkt an die Erstellung eines Demo-Bots gemacht. Diesen, von mir „NursBee“ genannten, Chatbot kann jeder über den Facebook-Messenger erreichen, wenn er an das NursIT Institute eine Nachricht schreibt oder diesen Link https://m.me/669848266450137 aufruft. Und damit kann man die (zugegeben noch bescheidenen) Möglichkeiten einfach selbst testen.

Beispiel: Patientenaufnahme

Ein Patient soll heute bei Ihnen aufgenommen werden. Von unterwegs schreibt er Sie (das Krankenhaus) via Facebook an.

Patient: Wo kann ich bei Ihnen parken?

Der Chatbot zeigt ihm Anfahrtsinformationen oder einen reservierten Parkplatz an.

Patient: Was muss ich in die Klinik mitnehmen?

Der Chatbot führt den Patienten nun zu einer Checkliste für die Aufnahme in die Klinik.

Auch für eine Abfrage der Patientenzufriedenheit lässt sich ein ChatBot gut nutzen. Und dies ist nur ein Anfang. Wenn man in ein sicheres, verschlüsseltes oder klinik-eigenes Messenger-System einen Pflege-ChatBot einbindet, lassen sich auch pflegerische Routine-Informationen, wie die Schmerzskala oder andere Parameter abfragen und erfassen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dies der Generation „Smartphone“ als Alternative entgegenkommt und den Patienten so stärker in die Prozesse einbindet. In jedem Fall kann ein ChatBot die Anzahl von Nachfragen und Anrufen reduzieren, da die Informationen quasi auf Abruf bereitgestellt werden.

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Der Leipziger eHealth Award 2016 geht an NursIT Institute

img_0858Der Verein zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in der Region Leipzig (VFG) e. V. lobte in Kooperation mit dem „SPINLAB – The HHL Accelerator“ in diesem Jahr erstmalig einen Start-up-Preis aus. Der eHealth Award wurde gestern auf dem 12. Leipziger Forum Gesundheitswirtschaft zum Thema „eHealth: Digitale Vernetzung – Chancen und Risiken“ an das NursIT Institute verliehen.

Mit diesem Preis wurde nicht nur die Pflege-Expertensoftware CareIT Pro für eine automatisierte, prädiktive Pflege ausgezeichnet. Vielmehr findet auch das Thema der Notwendigkeit einer digitalen Unterstützung der Pflegefachkräfte eine angemessene  Anerkennung

Warum eine Automatisierung in der Pflege die Pflegefachkräfte wirklich unterstützt

Automatisierung in der Pflege ist nicht nur ein Buzzword, wie die nun überall zitierte Pflege 4.0. Erst eine automatisierte, digitale Pflege bringt den Pflegekräften einen echten Mehrwert.

Bei der Diskussion um die Digitalisierung in der Pflege wird oft herangeführt, dass es doch schon Hersteller gibt, wie beispielsweise die der Krankenhausinformationssysteme, die eine Pflegedokumentation anbieten. Wenn man diese Systeme näher betrachtet, wird man meist feststellen, dass in der Regel die klassischen Papierdokumente in digitale Forms übertragen wurden. Immerhin 30% der deutschen Kliniken nutzen die damit verbundenen Vorteile, wie Verfügbarkeit, Lesbarkeit, Vollständigkeit und Abrechenbarkeit.

keyboard_hackerDoch wird oft vergessen, aus welcher Dokumentationsqualität heraus, diese Systeme eingeführt wurden. Eine komplette, dokumentierte Pflegeplanung findet sich nur in den wenigsten deutschen Klinken. Mit den digitalen Systemen wird die Vollständigkeit der Dokumentation nun aber für das Management einfach Kontrollierbar. Die digitalen Vorteile werden dabei eindeutig durch den erhöhten Zeitaufwand aufgefressen, den die Pflegefachkräfte durch eine elektronische Dokumentation benötigen. Wird diese dann noch mit einer nicht-mobilen Erfassung und das Erlernen einer Pflegefachsprache verknüpft, ist der wirkliche Unterstützungsgrad und die Anwendermotivation im Keller. Die Pflegefachkräfte kritisieren zu recht solche Systeme als workflow-störend.

Eine wirkliche technologische Unterstützung bringt die Automatisierung in der Pflege. Dabei geht es ganz und gar nicht darum, die Pflegefachkräfte zu ersetzen, sondern diese von automatisierbaren Aufgaben zu entlasten. Dafür werden in einem ersten Schritt smarte Softwarekomponenten sorgen. Diese Applikationen sind vernetzt mit einem Krankenhaus-Organisationssystem (KOS), welches die Informationen mit den Expertensystemen der jeweiligen Berufsgruppen austauscht und eine übergeordnete, patientenorientierte Orchestrierung vornimmt. Der Patient wird so schnell und ohne unnötige Wartezeiten durch den Behandlungsprozess geführt und erhält stets eine gleichbleibende, hochqualitative, klinische Versorgung.

FullSizeRenderEin modernes Pflege-Expertensystem, wie CareIT Pro vom NursIT Institute, unterstützt bereits heute die Automatisierung in der Pflege. Smarte Algorithmen reduzieren den Bedarf an einzugebenden Informationen und verknüpfen Inhalte so, das weitere Workflows und Aufgaben automatisch zu richtigen Zeit angestoßen werden. So muss eine Pflegeklassifikation nicht mehr in den Köpfen der Pflegekräfte vorhanden sein, sondern arbeitet unsichtbar im Hintergrund der Software. Dadurch können von den erfassten Assessmentinformationen automatische Pflegediagosen abgeleitet und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen werden. Und diese Software lernt mit der regelmäßigen Nutzung sogar dazu und erkennt automatisch Muster im Pflegeprozess. So können bei entsprechenden Pflegediagnosen, stets die auf der Station üblichen Maßnahmen vorgeschlagen werden. Natürlich werden die geplanten, pflegerischen Ziele durch die Software automatisch evaluiert und notwendige Adaptionen der Interventionen empfohlen.

Eine weiterführende Automatisierung in der Pflege wird mit dem Einsatz von Sensoren, Wearables und Smart Devices möglich. Diese intelligenten Hilfsmittel liefern automatisch Daten zum nutzenden Patienten an die Pflege-Expertensoftware und erlauben dadurch eine automatisierte Dokumentation. Damit können Alarme, Pflegeaufgaben und digitale Prozesse eigenständig erzeugt und gestartet werden. Die Pflegefachkräfte erhalten nicht nur digitale Todo-Listen, sondern können stets den aktuellen Stand und die Qualität der Pflegeprozesse sehen und frühzeitig darauf reagieren.
Unterstützt durch die Krankenhaus-Organisationssysteme (KOS) werden übergeordnete Events (Untersuchungen, med. Interventionen etc.) und Pflegeaufgaben so getaktet, dass die pflegerischen Prozesse so weit wie möglich unterbrechungsfrei ablaufen können. Das KOS steuert alle Workflows patientenorientiert und macht damit eine Arztorientierung zweitrangig.

img_5060In einem weiteren Schritt können Service-Roboter an das Pflege-Expertensystem (PES) angebunden werden. Dadurch können solche mechanischen Kollegen einfache Abfragen bei den Patienten durchführen oder diese sogar sanft wecken. Auch einfache Hol- und Bringe-Aufgaben können durch Roboter erbracht werden. Neue Sensoren werden aber auch kontaktlose Messungen von Vitalparametern ermöglichen oder die Pflegefachkräfte informieren, wenn ein Patient verwirrt das Zimmer verlässt.

Die Zukunft hat also schon begonnen und die Vorteile einer Automatisierung in der Pflege können schon heute genutzt werden. Diese Systeme reduzieren nicht nur Aufwand, sondern nachweislich auch Kosten.


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