Die Pflege ist auf der größten Health-IT-Messe conhIT 2018 angekommen

Die Pflege ist auf der größten Health-IT-Messe conhIT 2018 angekommen

Seit gestern treffen sich wieder 3 Tage die europäischen Health-IT-Experten auf der conhIT in Berlin. Hatte man in der Vergangenheit eher das Gefühl, dass sich das Angebot hauptsächlich an die IT-Leiter und Mediziner gerichtet hat, findet man in diesem Jahr auch viele Angebote für die Pflege. Und dies nicht nur in Form von Technologie-Anbieter.

So startete die conhIT gestern mit einer Akademie zum Thema „Digitalisierung der Pflegedokumentation“. Diese Veranstaltung war tatsächlich ausgebucht und Interessenten warteten vor der Tür. Das Thema ist nun auch technologisch  hoch aktuell. Und dies nicht nur in Deutschland, denn auch Teilnehmer aus Österreich und der Schweiz folgten den Erfahrungsberichten zur Einführung von Pflegesoftware und der Darstellung, was smarte Pflegesoftware heute und zukünftig leisten können muss. Das Beste war dabei, dass 2/3 der Teilnehmer selbst aus der Pflege kamen. Denn Pflege muss sich aktiv an der Digitalisierung beteiligen und benötigt dafür auch Pflege-IT-Fachleute die die Anforderungen der Pflegefachkräfte im Transformationsprozess entsprechend vertreten.

Nach der Akademie zog eine Messeführung zum Thema „Digitale Pflegedokumentation“ zu ausgewählten Messeständen. Einer Gruppe von über 50 interessierten Teilnehmern, wurden dann in 8 Minuten die entsprechenden System kurz vorgestellt. Auch wir konnten dort unsere smarte Pflege-Expertensoftware CareIT Pro dem Publikum präsentieren.

Insgesamt finden sich auch im Kongressprogramm eigene Panels und Podiumsdiskussionen zur smarten Pflege.

Die Technologien sind vorhanden und die Pflegefachkräfte wünschen sich dadurch eine nutzbringende, effiziente Unterstützung. Nun sind die Entscheider gefragt, um diese auch in die Praxis implementieren zu können.

Besuchen Sie uns in der Halle 3.2 am Gemeinschaftsstand von Berlin Partner!

Apple stellt in kürze Gesundheitsakte mit FHIR bereit und NursIT liefert Pflegeinformationen

Apple stellt in kürze Gesundheitsakte mit FHIR bereit und NursIT liefert Pflegeinformationen

Quelle: Apple

Ganz nebenbei gibt Apple vor wenigen Tagen bekannt, dass sie mit dem neuen Update iOS 11.3 im Frühjahr auch eine elektronische Gesundheitsakte bereitstellen werden. Zunächst erst in den USA und später auch bei uns in Deutschland. Die eigentliche Sensation ist dabei, dass der Technologieriese dabei auf die neue, moderne FHIR-Schnittstelle setzt. Dabei wird unsere Pflege-Expertensoftware sofort „plug&play“ nutzbar, um beispielsweise pflege-relevante Informationen aus CareIT Pro dem Patienten auf seinem iPhone bereitzustellen. Aber auch umgedreht kann der Patient von sich bereits erfasste Daten der Pflege-Expertensoftware zur Verfügung stellen, die dann so automatisch in die Anamnese und das Assessment einfließen. Zudem kann der Patient auch schon vor einem stationären Aufenthalt bequem Fragebögen ausfüllen, dessen Inhalte dann automatisch über das NursIT-FHIR-Repository den klinischen Informationssystemen zur Verfügung gestellt werden. Eine solche Verbindung mit dem Patienten optimiert viele Prozesse in der Gesundheitsversorgung und erhöht zudem die Patientensicherheit. So kann sich das Pflegepersonal mit den übermittelten Daten schon vor dem stationären Aufenthalt optimal organisatorisch und Hilfsmittel-technisch auf den neuen Patienten und seine Einschränkungen einstellen und im Entlassungsmanagement mit CareIT Pro ein automatisches Followup nach dem Aufenthalt durchführen. Aber auch Informationen der pflegerischen Beratung lassen sich so unterstützend bereitstellen.

Da CareIT Pro als einer von wenigen Gesundheitssoftwaresystemen von vornherein auf FHIR-Basis entwickelt wurde, können beide Systeme einfach vom Patienten verbunden werden. Über eine verschlüsselte Verbindung werden die Daten dann ausgetauscht. Der Patient kann somit selbst die Regie übernehmen und diese Daten den Softwaresystemen und Gesundheitseinrichtungen seiner Wahl bereitstellen.
Somit bekommen die Patienten eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit, die Interoperabilität im Gesundheitswesen zu pushen und selbstbestimmt Einfluss darauf zu nehmen.

Auch wenn sich die deutschen KIS-Hersteller nur zögerlich in Richtung FHIR bewegen, können die Kliniken schon heute mittels des NursIT-FHIR-Repository davon profitieren. Lesen Sie dazu auch den Beitrag „Das Feuer (FHIR) für vernetzte Innovationen im Gesundheitswesen entfachen – Schnittstellen einfach einfach machen“.

Das Feuer (FHIR) für vernetzte Innovationen im Gesundheitswesen entfachen – Schnittstellen einfach einfach machen

Das Feuer (FHIR) für vernetzte Innovationen im Gesundheitswesen entfachen – Schnittstellen einfach einfach machen

Viele Kliniken haben in den letzten Jahren viel Geld in Krankenhausinformationssysteme investiert. Deshalb besteht natürlich oft die Meinung, dass diese Systeme alle Prozesse im klinischen Ablauf unterstützen müssen (monolithischer Ansatz). In der Realität sieht es oft anders aus. Die KIS kommen eben häufig aus der „Abrechnungsecke“ und tun sich mit Innovationen und Vernetzung (Interoperabilität) oft schwer. Zum Einsatz kommen dann in der Regel HL7-Schnittstellen, die nicht nur für jeden Kunden neu eingerichtet und meist teuer sind, sondern auch zunehmend aufwändig und komplex für die IT-Administration. Gleichzeitig bedeutet es aber auch für die Klinken, dass Fachsysteme, innovative Technologien und Experten-Apps nicht einfach getestet werden können, da eine reale Beurteilung oft nur mit Daten aus dem KIS über eine HL7-Schnittstelle möglich ist, die dann eingerichtet und betreut werden muss.
Damit stellen die Schnittstellen heute eine der größten Eintrittshürden für innovative Gesundheitstechnologien in den Kliniken dar.
Dieses Dilemma wurde auch in der HL7-Organsiation erkannt und der bewährte Standard durch einen moderneren Ansatz ersetzt und weiterentwickelt.
Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR, gesprochen „Fire“) ist die Antwort auf die gestiegenen Anforderungen zur Vernetzung, Mobilität, Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitsmarkt. Damit wird die Schnittstelle zum KIS erstmalig so standardisiert, dass sie einmalig erstellt, zu allen FHIR-kompatiblen Systemen passt. Zudem können alle FHIR-kompatiblen Systeme eine gemeinsame Datenbank (FHIR-Repository) nutzen und so die Wartungsaufwände der IT-Abteilungen massiv reduzieren. Ein dritter Vorteil ist die Möglichkeit mit FHIR-Technologie eine Art klinischen App-Stores anzubieten. Ähnlich wie beim Smartphone können Anbieter dort ihre FHIR-Apps hinterlegen, die dann bei Interesse von den Kliniken einfach getestet und dann darüber erworben werden können. Ohne aufwendige Installation und Einrichtung von Schnittstellen funktionieren diese Apps direkt und produktiv.
Unter anderem diese Vorteile haben in den USA dafür gesorgt, dass die meisten dortigen KIS-Anbieter (EHR) entsprechende FHIR-Schnittstellen einrichten. In Deutschland wird es für gewöhnlich noch dauern. Aber auch hier lässt sich Bewegung im Thema wahrnehmen.

Dennoch müssen Kliniken nicht auf diese neuen Möglichkeiten verzichten. Denn das NursIT Institute hat schon 2015 auf diese neue Entwicklung gesetzt und nicht nur die Pflege-Expertensoftware CareIT Pro auf FHIR-Basis entwickelt, sondern bietet ein FHIR-Repository nebst dem App-Store „Apps4Care“ an. Damit eröffnet sich jede Klinik mit einer einmaligen Anbindung an das KIS die neue, standardisierte Welt der Gesundheitsinnovationen. FHIR-kompatible Systeme können einfach „plug&play“ angebunden, getestet und genutzt werden.
So wird wieder der Betreiber und die Anwender zum Entscheider für unterstützende Technologien und eben nicht die vorhandenen technologischen Möglichkeiten die die Bestandssysteme bieten.

Welche Möglichkeiten und Potentiale sich daraus noch für das Gesundheitswesen und die Patienten ergeben können, werden wir in künftigen Blog-Beträgen vorstellen.

Wenn Sie das Thema weiterführend interessiert, nehmen Sie einfach Kontakt zu unseren FHIR-Experten auf.

Smartes Entlassungsmanagement für Kliniken – einfach, digital und effizient

Smartes Entlassungsmanagement für Kliniken – einfach, digital und effizient

Seit dem 1.10.2017 ist das Entlassungsmanagement, gemäß den Rahmenvorgaben des Bundesschiedsamts, für viele Kliniken ein Top-Thema. Aber schon seit 2004 existiert der Nationale Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege. Mit CareIT Pro unterstützt eine Expertensoftware nun beide Anforderungsfelder und gibt den Anwendern stets einen aktuellen Überblick zum Status des Entlassungsprozesses eines jeden Patienten.

Und da alle Informationen in der Regel bei der Pflege zusammenlaufen und diese auch dort oft größtenteils erhoben werden, bietet sich die Pflege-Expertensoftware im Besonderen als „digitale Zentrale“ für das Entlassungsmanagement an.

Dafür sorgen verschiedene, smarte Funktionen. Mit der ohnehin für die Patienten durchgeführte Anamnese und das Pflege-Assessment wird der digitale Entlassungsplan bei einem poststationären Pflegedefizit automatisch aktiviert. So kann ein bedarfsgerechtes Entlassungsmanagement sichergestellt werden. Der FIM bzw. Barthel-Index wird ebenfalls automatisch abgeleitet und im Entlassungsplan bereitgestellt. Dieser Plan ist zudem auch eine smarte Checkliste, die in der Lage ist, Plausibilitäten zu prüfen und bereits an anderen Stellen erfasste Daten zu übernehmen. Dabei wird über einem Fortschrittsbalken stets der aktuelle Status des Prozesses und eventuelle Inplausibilitäten dargestellt. Diese Informationen befinden sich auch in der Bettenübersicht und können so für eine einfachere Belegungssteuerung genutzt werden.

Der Sozialdienst und Pflegefachberater können bei entsprechenden Defiziten und Risiken des Patienten automatisch oder manuell von der Software informiert und zur Versorgung hinzugezogen werden. Zudem unterstützt das System die Planung und Dokumentation einer bedarfsgerechten Beratung und Schulung für den Patienten und seine Angehörigen. Neben der Hinterlegung eines voraussichtlichen bzw. finalen Entlassungstermins, wird stets der aktuelle Unterstützungsbedarf des Patienten dargestellt. Ein Überleitungsbericht steht jederzeit per Knopfdruck zu Verfügung und wird aus den pflegerischen Verlaufsdaten automatisch befüllt. Eventuelle, organisatorische Überleitungsrisiken von individuellen Patienten werden auf einem separaten Bericht aufgezeigt und ermöglichen dem Entlassungsverantwortlichen so eine frühzeitige Reaktion.

So wird das Thema des Entlassungsmanagements für die Kliniken praktikabel, transparent und effizient:

  • Assessment mit Ableitung des poststationären Pflegedefizits
  • Automatische und manuelle Benachrichtigung von Sozialdienst und Pflege-Fachexperten (Wundmanager etc.)
  • Automatische und manuelle Erzeugung eines Entlassungsplan mit smarter Checkliste und Statusanzeige
  • Automatische Ableitung von FIM und Barthel-Index
  • Planung und Dokumentation von bedarfsgerechter Beratung und Schulung für den Patienten und seinen Angehörigen
  • Hinterlegung und Weiterleitung des geplanten bzw. finalen Entlassungstermin (z.B. in der Belegungssteuerung)
  • Darstellung des aktuellen Unterstützungsbedarf des Patienten
  • Automatischer Überleitungsbericht
  • Darstellung von Inplausibilitäten und Entlassungsrisiken

Weiterführende Informationen und die Möglichkeit die Software zu testen finden Sie hier…

Gute Vorsätze: Ein erfolgreiches, neues Jahr im Fokus der Pflegefachkräfte…

Gute Vorsätze: Ein erfolgreiches, neues Jahr im Fokus der Pflegefachkräfte…

Das Jahr 2018 wird und muss im Zeichen der Pflegefachkräfte stehen. Hat in 2017 die Politik die Pflegefachkräfte als Wahlkampf-Thema benutzt – wird man sie in 2018 beim Wort nehmen. Denn der Fachkräftemangel wird noch weiter zunehmen und damit auch die für alle spürbaren Folgen, wie OP-Verschiebungen und Stationsschließungen. Und damit auch in 2018 nicht jede vierte Pflegefachkraft ihren Job wechseln möchte, sind auch die Entscheider in den Gesundheitseinrichtungen zum Umdenken aufgerufen. Die Digitalisierung der Pflege wird kommen und 2018 werden viele Einrichtungen genau diesen Weg gehen und damit die Weichen zur Entlastung und Verbesserung der Zufriedenheit der Pflegefachkräfte stellen.
Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich in 2018 das alte, angestaubte monolithische Denken („unser KIS kann alles“) aus den Köpfen vieler IT-Verantwortlichen löschen wollen. Denn genau dieser Glaube verhindert innovative Entwicklungen im Gesundheitsmarkt und zwingt damit auch viele Pflegefachkräfte zur Nutzung von nicht-prozessunterstützenden, institutionellen Softwarewerkzeugen.
Warum – weil noch zu oft das Schreckgespenst der „Schnittstellen zum KIS“ ausgepackt wird, wenn die Testung oder Beschaffung neuer, innovativer Technologien vorgeschlagen wird. Viele IT-Abteilungen verstehen neue Systeme als Mehrarbeit und nicht als Chance die wertschöpfenden Mitarbeiter noch besser zu unterstützen und sich technologisch auf die Zukunft einzustellen.

Erfreulicherweise wird die Digitalisierung in der Pflege in diesem Jahr viel stärker Thema auf den einschlägigen Kongressen (Gesundheitswirtschaftskongress, Hauptstadtkongress etc.) und Messen (conhIT, Xpomet etc.) werden. Und vielleicht folgt ja der Transparenz die Entscheidung. Und so starten auch wir in diesem Jahr wieder mit einer virtuellen Pflegekonferenz im Januar.

Und so wären gute Vorsätze für das Jahr 2018 :

  • die Pflegefachkräfte und deren Arbeitsprozesse noch besser zu unterstützen und die innovativen Möglichkeiten die der Markt bereits bietet, durch die Pflegeexperten testen zu lassen.
  • Die Anwender und nicht die IT-Abteilungen über die Expertenwerkzeuge entscheiden zu lassen.
  • Die Pflegefachkräfte als Innovatoren und Erlösfaktoren zu verstehen und sic entsprechend strategisch auszurichten.
  • Die notwendige Veränderung von der monolithischen zu einer modernen, interoperablen Systemlandschaft und die damit verbundene Chance für die Nutzung innovativer Technologien zu gestalten. Neue Schnittstellen-Architekturen wie HL7-FHIR können hier das Totschlag-Argument „Schnittstelle“ entkräften.

Ich würde mich freuen, wenn 2018 ein wenig davon, zur Unterstützung der Kollegen in den Pflegeberufen umgesetzt würde und wünsche allen ein erfolgreiches, neues Jahr!

Pflegekrise und keine Pflegestrategie?

Pflegekrise und keine Pflegestrategie?

Täglich berichten die Medien nun über den immer stärker spürbaren Pflegefachkräftemangel. OPs werden verschoben und Stationen geschlossen. Selbst der „Tag der Händedesinfektion“ am 12.11.2017 wurde von vielen Kliniken vorzeitig abgebrochen, da eine korrekte Händedesinfektion ca. 2 Stunden pro Mitarbeiter und Schicht kosteten. Zeit die das Pflegepersonal nicht hat. Denn die geht ja bereits für bis zu 60% Dokumentationsaufwände, unstrukturierte Prozesse und die Versorgung von bis zu 13 Patienten pro Pflegefachkraft drauf. Und dennoch wird in über 70% der Einrichtungen noch mit Stift und Papier dokumentiert.

Wo ist die Pflegestrategie?

Bei all den dramatischen Meldungen sollte man doch meinen, dass die Entlastung der Pflegefachkräfte in allen Gesundheitseinrichtungen ganz oben in den Pflegestrategien stehen sollte. Aber da beginnt häufig schon das Drama. Eine Medizinstrategie haben viele Einrichtungen, aber eine Pflegestrategie? Als Eh-da-Ressource und Kostenfaktor wurde die Pflege lange nicht als wirklich systemrelevant bewertet. Jetzt ist es wichtiger denn je, dass die Gesundheitseinrichtungen die lang- und mittelfristigen Ziele, insbesondere im Sinne der Prozesssteuerung, der Digitalisierung und Qualifizierung festlegen. Diese sollten dann mit entsprechenden Maßnahmen, definierten Ressourcen und einer Kosten-Nutzen-Rechnung in eine Pflegestrategie eingehen. Mit einer solchen Strategie lassen sich schon künftige Entscheidungen (zu Pflegeangeboten und -konzepten) vorweg nehmen, sowie ein Rahmen bzw. eine Entscheidungsgrundlage für die Personal-, Budget- und Investitionsplanung definieren. Und das Wichtigste ist – die Pflegefachkräfte erhalten eine Transparenz zu den geplanten pflegerischen Zielen und Konzepten des jeweiligen Arbeitgebers. Nur so wird das Ziel der Reise klar und die Attraktivität des Arbeitsumfelds, sowie die Mitarbeiterbindung erhöht. Wer möchte schon bei einem Arbeitgeber arbeiten, der als Ziel eine befriedigende Pflege definiert? (Anmerkung: Habe ich bereits in einer Klinik gesagt bekommen)

Und wie ist es bei Ihnen? Gibt es in Ihrer Einrichtung eine Pflegestrategie? Bitte nehmen Sie an unserer Mini-Abstimmung unter diesem Link teil!

Die Pflege muss über ihre Werkzeuge entscheiden dürfen!

Nicht zuletzt sollte die Pflegestrategie auch die Vorgabe für alle Tertiärbereiche und natürlich auch die IT-Abteilung darstellen.  Erst damit lassen sich die pflegefachlichen Anforderungen an eine technologische Unterstützung gegen die realen Umsetzungen (z.B. im KIS) prüfen und notwendige Anpassungen oder Beschaffungen begründen. Damit können die häufig nicht zielführenden Diskussionen um „klinische Software nur aus einer Hand“ und „wir wollen keine Schnittstellen“ beendet werden und endlich echter Nutzen und Entlastung für die Pflegefachkräfte geschaffen werden. Und nicht nur die Aufwände lassen sich reduzieren, sondern auch die Kosten und Risiken. Und mit der richtigen Software (wie CareIT Pro) können die abrechnungsrelevanten Kennzahlen sogar automatisch generiert und so bisher unerreichte Erlöse gesichert werden.

Pflegestrategie und operative Themen sind zu trennen

Der Alltag des Pflegemanagements ist heute geprägt von vielen, kaum lösbaren, operativen Aufgaben. Und da wundert es einen kaum, dass der strategische Blick von den aktuellen Problemen getrübt wird. Hier allerdings auf Dauer nur von Situation zu Situation zu reagieren wäre falsch. Das NursIT Institute kann die notwendige Zeit und Expertise einbringen und gemeinsam mit dem Management eine Pflegestrategie für die nächsten 8 – 10 Jahre erstellen. Unser Angebot dazu finden Sie  hier.

 

5 Argumente (oder Ausreden?) gegen die Digitalisierung der Pflege

5 Argumente (oder Ausreden?) gegen die Digitalisierung der Pflege

Es ist erstaunlich, dass wegen des Fachkräftemangels in der Pflege immer häufiger Operationen verschoben, Altenheime und Stationen sogar geschlossen werden müssen und dennoch über 70% der Pflegefachkräfte noch mit Papier und Stift dokumentieren. Digitalisierung entlastet die Pflege und generiert dazu noch Erlöse!

Über ihre digitalen Werkzeuge entscheiden in der Regel nicht die Pflegefachkräfte selbst. Und so wundert es kaum, dass die Administration oder die IT-Abteilungen nicht selten eine eigene Sicht und Argumente zu diesen Themen haben. Und diese gleichen sich dann doch sehr häufig:

  • „Wir machen Pflege bereits in unserem KIS und wollen auch alles aus einer Hand“ – Löblich und wie zufrieden sind die Pflegekräfte damit? Hat Ihnen ihr KIS-Anbieter schon einmal nachgewiesen, welche Aufwände und Zeiten die Pflegefachkräfte sparen? Wie stark plausibilisiert oder automatisiert das KIS die Pflegedokumentation und welche Erlöse sichert ihnen dieses Softwaresystem durch automatische PKMS?
  • „Wir haben keine Zeit und kein Geld für die Einführung einer Pflegesoftware“ – Was kostet wohl eine geschlossene Station? Zudem generiert eine moderne Pflege-Expertensoftware sogar Erlöse und kann sich damit selbst bezahlen.  Und bei der fehlenden Zeit muss man unweigerlich an den Holzfänger denken, der sich mit einer stumpfen Axt redlich abmüht. Er braucht dreimal länger, hat aber vor lauter Arbeit keine Zeit diese zu schärfen.

Dies sind nur 2 Argumente (oder doch Ausreden) gegen eine Digitalisierung in der Pflege. Den gesamten Vortrag können Sie hier ansehen:

Sprachgesteuerte Patientenzimmer und Pflegeausbildung auf dem Handy – Die 2. Virtuelle Pflegekonferenz findet im September statt

Sprachgesteuerte Patientenzimmer und Pflegeausbildung auf dem Handy – Die 2. Virtuelle Pflegekonferenz findet im September statt

Nach dem großen Erfolg der ersten virtuellen Pflegekonferenz im Mai dieses Jahres, knüpft das „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ (NITiP) mit einer Folgeveranstaltung am 6.09.2017 daran an.

Können Sie sich vorstellen, dass Patienten schon bald das Licht oder die Fenster in ihrem Patientenzimmer über die eigene Stimme steuern können?
Oder das Untersuchungstermine automatisch die Pflegeplanung beeinflussen und so die Pflegemaßnahmen ungestört durchgeführt werden können?
Wissen Sie wie Tablets und Storytelling erfolgreich in der Altenpflege eingesetzt werden können?

Zum Vergrößern anklicken!

Diese und viele weitere innovative Themen werden auf der „2. Virtuellen Pflegekonferenz“ vorgetragen. Und das Besondere ist, dass diese Veranstaltung ausschließlich online (in Webinar-Form) durchgeführt wird. Die Teilnehmer können je nach Interesse, virtuell kommen und gehen. Alle Vorträge werden dabei aufgezeichnet und sind so auch später noch für interessierte Pflegefachkräfte nutzbar.
Viele neue, innovative Themen, Projekte und Erfolgstories werden dort den Teilnehmern präsentiert. Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos und bedarf lediglich einer kurzen Anmeldung, eines PCs oder eines Smartphones. Gerade die für Pflegefachkräfte oft schwierige Organisation von Reisen zu Konferenzen entfällt somit.
Zuhause, auf der Arbeit oder mobil – die Teilnahme ist kinderleicht.

http://www.Virtuelle-Pflegekonferenz.de

Diese Kompetenzen benötigt heute ein Pflegeinformatiker

Diese Kompetenzen benötigt heute ein Pflegeinformatiker

Die Einrichtung einer Stabsstelle „Digitale Transformation in der Pflege“ und die Besetzung mit einem Pflegeinformatiker ist ein sinnvoller erster Schritt vor Digitalisierungsprojekten in der Pflege. Ausgebildete Pflegeinformatiker wird man in Deutschland sicher vergebens suchen. Pflegefachkräfte mit passenden Qualifizierungen findet man dann schon eher.

Doch was ist eigentlich die Pflegeinformatik?

Zum Begriff „Pflegeinformatik“ existieren viele Definitionen. Während im deutschsprachigen Raum die Pflegeinformatik als Anwendung der Informatik in der beruflichen Pflege von Menschen definiert wurde, existiert im englischen Sprachraum die Bezeichnung „nursing informatics“, die weit über diese Definition hinaus geht.

„[…]nursing informatics mehr, nämlich die Kombination von Informatik (computer science), Informationswissenschaft (information science) und Pflegewissenschaft (nursing science).“ (1989 Graves und Corcoran)

 

Diese Definition will zeigen, dass nursing informatics nicht nur der Einsatz von Informationstechnologien ist. Hier wird auch die Schnittmenge zur Informationswissenschaft und Pflegewissenschaft deutlich.

Für den europäischen Raum kann man Pflegeinformatik heute eher folgendermaßen definieren:

 

 

„Pflegeinformatik ist die Integration von Informations- und Pflegewissenschaft in die Gesundheits- und Krankenpflege mittels Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie ist Supportprozess der pflegerischen Tätigkeit und Ausbildung, sowie des Pflege-, Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagements in Gesundheitseinrichtungen.“ (H.Mania 2008)

Welche Kompetenzen sollte ein Pflegeinformatiker mitbringen bzw. erwerben?

Da in Deutschland kein direkter Studiengang „Pflegeinformatik“ an Hochschulen belegbar ist, müssen sich interessierte Pflegefachkräfte anderweitig qualifizieren. Dafür ist es wichtig zu wissen, welche Kompetenzen ein Pflegeinformatiker in seinem Berufsalltag benötigt. Zusammenfassend muss ein Pflegeinformatiker die komplexen Beziehungen zwischen folgenden Elementen verstehen:

  • Daten, Informationen, Wissen und Weisheit
  • Pflegewissenschaft, Informationswissenschaft, Computerwissenschaft
  • Pflegefachkraft, Mensch, Gesundheit und Umwelt
  • Informationsstrukturen, Informationstechnologien, Informationsmanagement und Kommunikation von Informationen.

Zudem sollte ein Pflegeinformatiker über Kenntnisse bzw. Kompetenzen in folgenden Bereichen verfügen:

  • eHealth, mHealth und klinischer IT-Systeme bzw. IT-Infrastruktur inkl. Schnittstellenstandards, wie HL7, DICOM etc.
  • Usability und Software-Entwicklung
  • regulative Anforderungen für Medizinprodukte insbesondere Software als Medizinprodukt
  • Support und Training
  • Terminologien und Erlössicherung in der Pflege
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Technologie Lebenszyklus (Planung, Prozess- und Anforderungsanalyse, Spezifikation, Auswahl, Training, Anpassung, Einführung, Evaluierung, Risikomanagement und Betrieb)

Im nächsten Beitrag werden die Aufgabenfelder und Perspektiven für Pflegeinformatiker näher beleuchtet.

Wenn Sie sich für die Arbeit als Pflegeinformatiker qualifizieren möchten, könnte der neue Online-Lehrgang „Fachkraft für IT in der Pflege“ ein erster Schritt sein. Wir beraten Sie gern dazu!


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