Auf der VKD-Tagung zeigte PlanOrg und NursIT eine Digitalisierungslösung für die professionelle Pflege

Auf der Tagung der Landesgruppe Niedersachsen / Bremen des VKD e.V. zeigte die ENTSCHEIDERFABRIK
Nutzen stiftende Digitalisierungslösungen im Bereich Pflege

Die Tagung der Landesgruppe Niedersachsen / Bremens des VKD e.V  (Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands) fand in der Zeit zw. dem 21. und 23. November auf Norderney statt. Auch hier war die Fragestellung, „Wie gehen wir mit den Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich um?“ ein Thema.
Dr. Pierre-Michael Meier, Stv. Sprecher, IuiG-Initiativ-Rat der fördernden Verbände organisierte eine Session in der Digitalisierungslösungen aus dem Bereich der Pflege vorgestellt wurden, d.h. zur Pflegeplanung und –dokumentation.

Das neue pricipa.KIS der Firma PlanOrg, mit seinem integrierten Pflegemodul der Fa. NursIT Institute, wurde dort dem interessierten Publikum von Heiko Mania vorgestellt.

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Neues KIS von PlanOrg integriert Pflege-Expertensoftware von NursIT

Neues KIS von PlanOrg integriert Pflege-Expertensoftware von NursIT

Der Jenaer Spezialist für Business-Intelligence- sowie MVZ- und Kliniklösungen PlanOrg feiert in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum und wird künftig auch im Markt der Klinik-Informationssysteme (KIS) neue Akzente zu setzen: Das „principa.kis“ als neuestes Produkt der „principa HealthCare Plattform“ setzt einen starken Fokus auf die digitale Unterstützung der klinischen Prozesse und eine hohe Interoperabilität. Aufbauend auf neuesten technologischen Standards ist principa in der Lage, moderne, innovative Gesundheitsanwendungen und -Technologien mit geringem Aufwand zu integrieren. Dies ist ein großer Vorteil mit Blick auf die zunehmende Vernetzung im Gesundheitsmarkt und vor allem die Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen: „Principa.kis ist das erste Krankenhausinformationssystem im deutschen Markt, das den HL7 FHIR-Standard komplett abbildet,“ sagte Andreas Orth den Zuhörern aus Management und IT von Krankenhäusern und überregionalen MVZs.

Neue Lösung praxisnah

Wie praxisnah die neue Lösung ist, zeigt sich in Zusammenarbeit mit dem Pflege-Expertensystem CareIT des NursIT-Institute. Dabei wird die innovative, mobile und FHIR-basierte Software für Pflegefachkräfte im Krankenhaus über FHIR-Ressourcen und – Repository komplett in das „principa.kis“ integriert. Damit können beide Systeme – quasi „plug&play“ – die gemeinsamen Daten und Funktionen über das gesamte KIS nutzen.

„So werden beispielsweise Messwerte, die in der mobilen Pflegesoftware am Patientenbett dokumentiert werden, unmittelbar auch in der Patientenkurve von „principa.kis“ angezeigt. Und geplante Pflegemaßnahmen können mit der gesamten Terminplanung des „principa.kis“ abgeglichen und bei Terminkollisionen entsprechend umdisponiert werden. PlanOrg´s neues Krankenhausinformationssystem ermöglicht es den Kliniken, wieder selbst zu entscheiden, welche modernen Subsysteme angebunden werden – und dies mit geringerem Aufwand und geringeren Kosten, jedoch der besten Integration – „principa.kis on FHIR“.

Heiko Mania, einer der Geschäftsführer von NursIT, dazu:“Durch die Kooperation mit PlanOrg können wir CareIT Pro um nützliche Funktionalitäten erweitern. So können wir direkt auf einen digitalen, klinikweiten Behandlungsprozess aufsetzen, klinische und pflegerische Termine aufeinander abstimmen und die hohe SAP-Kompatibilität nutzen. Dies entspricht genau unserem Kundenversprechen, mit Kooperationen den Mehrwert zu erhöhen.“

Das Feuer (FHIR) für vernetzte Innovationen im Gesundheitswesen entfachen – Schnittstellen einfach einfach machen

Das Feuer (FHIR) für vernetzte Innovationen im Gesundheitswesen entfachen – Schnittstellen einfach einfach machen

Viele Kliniken haben in den letzten Jahren viel Geld in Krankenhausinformationssysteme investiert. Deshalb besteht natürlich oft die Meinung, dass diese Systeme alle Prozesse im klinischen Ablauf unterstützen müssen (monolithischer Ansatz). In der Realität sieht es oft anders aus. Die KIS kommen eben häufig aus der „Abrechnungsecke“ und tun sich mit Innovationen und Vernetzung (Interoperabilität) oft schwer. Zum Einsatz kommen dann in der Regel HL7-Schnittstellen, die nicht nur für jeden Kunden neu eingerichtet und meist teuer sind, sondern auch zunehmend aufwändig und komplex für die IT-Administration. Gleichzeitig bedeutet es aber auch für die Klinken, dass Fachsysteme, innovative Technologien und Experten-Apps nicht einfach getestet werden können, da eine reale Beurteilung oft nur mit Daten aus dem KIS über eine HL7-Schnittstelle möglich ist, die dann eingerichtet und betreut werden muss.
Damit stellen die Schnittstellen heute eine der größten Eintrittshürden für innovative Gesundheitstechnologien in den Kliniken dar.
Dieses Dilemma wurde auch in der HL7-Organsiation erkannt und der bewährte Standard durch einen moderneren Ansatz ersetzt und weiterentwickelt.
Fast Healthcare Interoperability Resources (FHIR, gesprochen „Fire“) ist die Antwort auf die gestiegenen Anforderungen zur Vernetzung, Mobilität, Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitsmarkt. Damit wird die Schnittstelle zum KIS erstmalig so standardisiert, dass sie einmalig erstellt, zu allen FHIR-kompatiblen Systemen passt. Zudem können alle FHIR-kompatiblen Systeme eine gemeinsame Datenbank (FHIR-Repository) nutzen und so die Wartungsaufwände der IT-Abteilungen massiv reduzieren. Ein dritter Vorteil ist die Möglichkeit mit FHIR-Technologie eine Art klinischen App-Stores anzubieten. Ähnlich wie beim Smartphone können Anbieter dort ihre FHIR-Apps hinterlegen, die dann bei Interesse von den Kliniken einfach getestet und dann darüber erworben werden können. Ohne aufwendige Installation und Einrichtung von Schnittstellen funktionieren diese Apps direkt und produktiv.
Unter anderem diese Vorteile haben in den USA dafür gesorgt, dass die meisten dortigen KIS-Anbieter (EHR) entsprechende FHIR-Schnittstellen einrichten. In Deutschland wird es für gewöhnlich noch dauern. Aber auch hier lässt sich Bewegung im Thema wahrnehmen.

Dennoch müssen Kliniken nicht auf diese neuen Möglichkeiten verzichten. Denn das NursIT Institute hat schon 2015 auf diese neue Entwicklung gesetzt und nicht nur die Pflege-Expertensoftware CareIT Pro auf FHIR-Basis entwickelt, sondern bietet ein FHIR-Repository nebst dem App-Store „Apps4Care“ an. Damit eröffnet sich jede Klinik mit einer einmaligen Anbindung an das KIS die neue, standardisierte Welt der Gesundheitsinnovationen. FHIR-kompatible Systeme können einfach „plug&play“ angebunden, getestet und genutzt werden.
So wird wieder der Betreiber und die Anwender zum Entscheider für unterstützende Technologien und eben nicht die vorhandenen technologischen Möglichkeiten die die Bestandssysteme bieten.

Welche Möglichkeiten und Potentiale sich daraus noch für das Gesundheitswesen und die Patienten ergeben können, werden wir in künftigen Blog-Beträgen vorstellen.

Wenn Sie das Thema weiterführend interessiert, nehmen Sie einfach Kontakt zu unseren FHIR-Experten auf.

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Das „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ (NITiP) startet am 31.05.2017 mit der virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“. Das Ziel ist es, die Anbieter pflegerelevanter, innovativer und technologischer Produkte bzw. Dienstleistungen und Pflegefachkräfte zusammenbringen und sich über neue Lösungen am Markt, erfolgreiche Projekte und zukünftige Entwicklungen auszutauschen.

Das Arbeitsumfeld der beruflichen Pflege verändert sich immer schneller und die Komplexität, der Druck und der Fachkräftemangel wirken sich zunehmend problematisch aus. Die Digitalisierung der Pflege wird zunehmend als Lösungsansatz gesehen. Immer häufiger hört man dazu, dass die Pflegefachkräfte die Digitalisierung ihres Berufes doch selbst aktiv gestalten sollen.

Jedoch zeigt sich in der Realität, dass die Pflegefachkräfte und das Pflegemanagement häufig keinen Überblick darüber haben, welche Lösungen und Dienstleistungen schon auf dem Markt verfügbar sind und welche Innovationen bereits „vor der Tür stehen“. Zudem haben sie zu wenige Möglichkeiten aktiv auf die Entwicklung von Technologien und Services Einfluss zu nehmen. Im Ergebnis werden viele Produkte und Dienstleistungen an den Anforderungen der Pflegefachkräfte und des realen Pflegeprozesses vorbei entwickelt. Zudem fehlt es in Deutschland auch an einer pflegerischen Organisation, der diesen Themenbereich aktiv bearbeitet.

Aus diesem Grund startet das NursIT Institute das neue „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ ( www.NITiP.de ). Durch Informationsveranstaltungen und Workshops sollen die technologisch-innovativen Möglichkeiten des Marktes und die realen Anforderungen der Anwender für beidseitige Synergien sorgen.

Den Auftakt macht die virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“ ( www.PflegeIT.de ) am 31. Mai 2017. Die Besonderheit dabei ist, dass diese Konferenz ausschließlich online (in Webinar-Form) durchgeführt wird. Die Teilnehmer können je nach Interesse, virtuell kommen und gehen. Alle Vorträge werden dabei aufgezeichnet und sind so auch später noch für interessierte Pflegefachkräfte nutzbar. Viele neue, innovative Themen, Projekte und Erfolgstories werden dort den Teilnehmern präsentiert. Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos und bedarf lediglich einer kurzen Anmeldung, eines PCs oder eines Smartphones. Gerade die für Pflegefachkräfte oft schwierige Organisation von Reisen zu Konferenzen entfällt somit. Zuhause, auf der Arbeit oder mobil – die Teilnahme ist kinderleicht.

Künftig sollen zudem im Netzwerk pflege-technologische Themen bearbeitet, Positionen entwickelt und gemeinsame Projekte gefördert werden.

Recruiting 4.0 – Pflegefachleute aus Fernost [Teil 1]

Recruiting 4.0 – Pflegefachleute aus Fernost [Teil 1]

Der Fachkräftemangel ist schon jetzt einer der größten Herausforderungen für die Pflege. Tausende von Pflegefachleuten werden bei uns in der Zukunft fehlen. Im Gegensatz dazu, gibt es nach Schätzungen der Deutschen Botschaft auf den Philippinen bis zu 300.000 super ausgebildete Pflegefachleute ohne Arbeit. Schon seit Jahren bilden die Philippinen im hohen Maße Fachkräfte für das Ausland aus. Die pflegerische Ausbildung ist dabei als Bachelor- und Masterstudium angelegt und orientiert sich stark an den US-Anforderungen. Die meisten Pflegefachleute gehen nach dem Studium in die USA, nach Arabien und Neuseeland. Nicht zuletzt durch politische Veränderungen und Initiativen, ist auch Deutschland für viele philippinische Pflegefachleute interessant geworden. Bei uns würden sie dringend gebraucht werden. Dabei denke ich jedoch auch an die vielen Recruiting-Aktionen der letzten Jahre in Ost- und Südeuropa mit eher mäßigem Erfolg. Aber auch an die schon einmal in den 70ern erfolgreichen Integrationen aus Asien und Indien.

Daher also stellte sich also die Frage, wie heute ein erfolgreiches, modernes Recruiting- und Einführungskonzept inklusive innovativer Technologien für ausländische Pflegefachleute aussehen muss, um zum einem eine hohe Akzeptanz und schnelle Integration in den deutschen Kliniken und Pflegeeinrichtungen zu erreichen und zum anderen die immigrierenden Fachexperten dauerhaft und nachhaltig dort zu halten.
Natürlich stellte sich auch die Frage, wie ethisch es ist, die Pflegeexperten in ihren Heimatländern abzuwerben und wie dort ihre Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen aussehen.

Ein Schlüssel zur erfolgreichen Integration ist die sichere Beherrschung der deutschen Sprache und des Fachvokabulars.  Dabei bin ich der Überzeugung, dass die Fachleute schon deutschsprechend aus ihren Heimatländern kommen sollten, um sich von vorherein der fachlichen Anpassung widmen zu können. Die meisten Programme jedoch sehen die Sprachqualifikation erst in Deutschland vor und erhöhen somit die Einarbeitungs- und Anerkennungszeit, sowie auch das Risiko das Sprachlevel und damit die Anerkennung überhaupt nicht zu erreichen.

Dabei hatte ich schon länger die Idee, mit moderner IT-Technologie eine solche Qualifizierung in den Herkunftsländern zu unterstützen. Umso begeisterter war ich dann, im letzten Jahr die innovative Agentur Start MediCare kennengelernt zu haben.  Diese qualifiziert in den Heimatländern die Pflegeexperten bis zum deutschen Sprachlevel B2, aber auch pflegefachlich werden die Kollegen auf das deutsche Gesundheitssystem trainiert. Schnell wurde die gemeinsame Idee geboren, durch den Einsatz unserer Pflege-Expertensoftware dieses Training zum einen zu unterstützen, aber auch das Training sehr gezielt auf die jeweilige Gesundheitseinrichtung in Deutschland abzustimmen, in welcher der Bewerber seine neue berufliche Zukunft starten möchte. So kann mit modernen Werkzeugen ein gezieltes, gegenseitiges Erwartungsmanagement unterstützt werden.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf findet das Konzept sehr spannend. Jedoch wollte sich der Direktor für Patienten- und Pflegemanagement, Joachim Prölß, selbst ein Bild von der Situation der Bewerber in ihrem Heimatland machen.

Und so flogen wir in der letzten Woche nach Manila auf die Philippinen, um uns gemeinsam die Kliniken, Universitäten, Vermittlungsagentur und Sprachschule anzusehen und nicht zuletzt mit den interessierten Pflegefachleuten zu sprechen.

Über unsere Eindrücke in einer anderen Welt, werde ich im zweiten Teil berichten…

Heiko Mania

Arab Health und moderne Pflege im Orient

Arab Health und moderne Pflege im Orient

In der vergangenen Woche waren wir das zweite Mal als Aussteller auf der Arab Health 2017 am Berlin Partner– Gemeinschaftsstand in Dubai dabei. Bei sommerlichen Temperaturen präsentierten wir hier unsere Pflege-Expertenlösung CareIT Pro. Und das Feedback aus Arabien war sehr interessant…

Die Arab Health ist die größte Messe und Konferenz für das Gesundheitswesen im Nahen Osten. Deutschland stellt dort die größte Ausstellergruppe dar. Sie wird in mitten des Herzens Dubais, im World Trade Centre, veranstaltet. Dabei entwickelt sich gerade Dubai zunehmend zu einem Weltzentrum der Medizin und des Medizintourismus. Es gibt sogar den eigenen Stadtteil „Dubai Healthcare City (DHCC)”. Die Planungen sehen dort rund 350 Kliniken, Diagnosezentren und gesundheitsbezogene Einrichtungen vor. Dazu kommen Hotels, Apartmenthäuser, Personalunterkünfte und Versorgungsbetriebe. Damit möchte Dubai zum weltweit größten „Gesundheits-Campus“ werden.
Und da hier und auch im gesamten arabischen Raum so viele Kliniken neu gebaut werden, wird auch von vorn herein auf eine modernste, digitale Ausstattung geachtet.  So zog esgerade auch diese Interessenten an unseren Stand um sich über moderne Pflege-Expertenlösungen zu informieren. Insbesondere die automatisierte, prädiktive und präskriptive Pflegedokumentation fand reges Interesse.

Aber auch das Thema „Klinik Organisationssystem (KOS)“ und die damit verbundene Bedeutung von pflegerischen Daten, war für die arabischen Messebesucher nicht nur aktuell, sondern auch höchst interessant.

Wer weiß, vielleicht können wir auf der nächsten Arbab Health 2018 schon erste Projekte im arabischem Raum vorstellen.

Übrigens hatten wir Besuch von Guido Burkhardt (Geschäftsführer der qhit), der mit uns ein Interview geführt hat…

 

Können ChatBots für die Pflege nützlich sein?

chatbotnursbeeBis die ersten, humanoiden Roboter in der Pflege regulär ihren Dienst antreten, wird es sicher noch ein wenig dauern. Aber schon heute haben wir es gelegentlich mit Ro(bots) zu tun. Denn viele Messenger (Whatsapp, Facebook etc.) erlauben schon heute das Einbinden von „Nachrichen-Roboter“, sogenannte Chatbots.

Ich habe mir die Frage gestellt, ob die Chatbots einen Nutzen in der Pflege haben könnten. Und mir fielen spontan vielerlei Anwendungsmöglichkeiten ein. So habe ich mich direkt an die Erstellung eines Demo-Bots gemacht. Diesen, von mir „NursBee“ genannten, Chatbot kann jeder über den Facebook-Messenger erreichen, wenn er an das NursIT Institute eine Nachricht schreibt oder diesen Link https://m.me/669848266450137 aufruft. Und damit kann man die (zugegeben noch bescheidenen) Möglichkeiten einfach selbst testen.

Beispiel: Patientenaufnahme

Ein Patient soll heute bei Ihnen aufgenommen werden. Von unterwegs schreibt er Sie (das Krankenhaus) via Facebook an.

Patient: Wo kann ich bei Ihnen parken?

Der Chatbot zeigt ihm Anfahrtsinformationen oder einen reservierten Parkplatz an.

Patient: Was muss ich in die Klinik mitnehmen?

Der Chatbot führt den Patienten nun zu einer Checkliste für die Aufnahme in die Klinik.

Auch für eine Abfrage der Patientenzufriedenheit lässt sich ein ChatBot gut nutzen. Und dies ist nur ein Anfang. Wenn man in ein sicheres, verschlüsseltes oder klinik-eigenes Messenger-System einen Pflege-ChatBot einbindet, lassen sich auch pflegerische Routine-Informationen, wie die Schmerzskala oder andere Parameter abfragen und erfassen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dies der Generation „Smartphone“ als Alternative entgegenkommt und den Patienten so stärker in die Prozesse einbindet. In jedem Fall kann ein ChatBot die Anzahl von Nachfragen und Anrufen reduzieren, da die Informationen quasi auf Abruf bereitgestellt werden.

Was meinen Sie? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Lean Nursing: Von der „arzt-orientierten“ zur „patienten-orientierten“ Organisation

Die deutschen Krankenhäuser sind in der Regel ärzte-orientierte Organisationen mit allen historisch gewachsenen Vorteilen, die zu dieser Struktur geführt haben, jedoch auch mit allen, heute nicht mehr zeitgemäßen Nachteilen. Dazu gehören die oftmals energisch verteidigten Königreiche der medizinischen Fachexperten. Vor lauter Expertise  verliert sich dabei nicht selten der Focus vom übergreifenden, patientenorientierten Prozess auf das eigene Interesse der Fachabteilungen.

Die absolute Ausrichtung auf den Patienten bedeutet eine Ausrichtung auf die Wertschöpfung

Alle Prozesse und Produkte, die dem Patienten einen Nutzen bringen, sind wertschöpfend. Dabei gibt es sicher Aktivitäten (z.B. Dokumentation), die nicht unmittelbar wertschöpfend sind, aber für die Organisation zur Erbringung der Wertschöpfung zwingend notwendig sind. Diese Leistungen sind wertunterstützend. Alles andere ist Verschwendung und sollte konsequent eliminiert werden.
Nicht selten entsteht tag-2diese Verschwendung aus der Arzt-Orientierung. Ob flexible oder mehrfache Visiten, spät geschriebene Arztbriefe oder Adhoc-Abrufe zu Untersuchungen. Viele Dinge führen zu wiederholten Unterbrechungen der Pflegefachkräfte und zu Wartezeiten beim Patienten. Ein Umdenken und Handeln aus der Sicht des Patienten, kann sehr schnell zeigen, wo Verschwendung entsteht und bietet multiple Ansätze zu Verbesserungen. Diese führt zu einer ganzheitlichen Betrachtung und Optimierung von Patientenprozessen, aber auch zu einer kritischen Betrachtung von vorhandenen IT-Systemen.
Nicht selten zwingen gerade nicht-mobile und nicht-prozessorientierte IT-Systeme zu einer dezentralen Doppel- und Nachdokumentation, sowie einer wenig transparenten und teilgeplanten Pflege. Dies zieht meist eine variable, fragmentierte und gestresste, pflegerische Versorgung nach sich und erhöht damit das Fehlerrisiko.

In der Praxis lässt sich das Thema vielfältig angehen. Wir nutzen in unserer Lean Nursing Methode bewährte und agile Methoden des Prozessmanagements und der Analyse der vorhandenen IT-Systeme. Zudem werden die so optimierten, pflegerischen Prozesse mit unserer Pflege-Expertensoftware „CareIT Pro“ nachhaltig unterstützt. Dabei folgt die Software konsequent dem optimierten Pflegeprozess und automatisiert viele Dokumentationsaufgaben der Pflegefachkräfte. Das Modul „CareIT One“ richtet sich zudem an den Patienten. Damit können dem Patienten leicht verständliche und von der Pflegedokumentation automatisch, abgeleitete Informationen und auch Planungsdaten bereitgestellt werden. Der Zugriff durch den Patienten darauf kann sicher mittels Tablet oder Smartphone erfolgen.14-craeit-one Aber auch die Zufriedenheit des Patienten kann regelmäßig und einfach darüber abgefragt und der Pflege auch einem Dashboard visualisiert werden. So können Qualitätsprobleme zeitnah erkannt und unmittelbar reagiert werden.

Eine konsequente Patientenorientierung und Lean Nursing führt nicht nur zu einer hohen Patientenzufriedenheit, sie erhöht auch die Sicherheit, Qualität der Pflege und die Mitarbeiterzufriedenheit.
Alles Theorie? Nein! In den amerikanischen und Schweizer Kliniken, die bereits nach den Lean Management Methoden arbeiten, wird dies regelmäßig nachgewiesen.

„Der Patient zuerst!“ – bedeutet oft eine extreme Veränderung des Gewohnten. Viele Kliniken nutzen bereits unbewußt, vereinzelte Lean-Methoden und steigern so die Effizienz und Qualität.

Warum dies auch die Pflegefachkräfte entlastet, wird im nächsten Teil aufgezeigt.

Pflege 4.0 – Ein schlechter Pflegeprozess der digitalisiert wird, ist ein schlechter, digitaler Prozess! | Teil 3

prozesse-2Lean Nursing (agile Pflege) bezeichnet die Gesamtheit aller Methoden und Werkzeuge zur effizienten und wertschöpfenden beruflichen Pflege, die auf eine Ableitung und Weiterentwicklung des Lean Managements bzw. – Hospital basieren.

Sie verfolgt das Ziel mit weniger Arbeit mehr kosteneffiziente, standardisierte, hochqualitative, motivierende und patientenorientierte Pflege zu leisten.

Entstanden sind die Methoden des Lean Managements seit Mitte des 20. Jahrhunderts bei dem japanischen Automobilhersteller Toyota, dem es auf diese Weise gelungen ist, stabile Prozessorganisationen zu gestalten, ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen und die Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Seit 2001 haben auch zunehmend Krankenhäuser in den USA begonnen, diese Methoden erfolgreich zu übernehmen und als Lean Hospital zu organisieren. Dort liegt der Schwerpunkt auf die Verschlankung und Standardisierung der Klinikprozesse, der Führung vor Ort mit tagesaktuellen Kennzahlen und die permanentente Verbesserung. Allerdings werden viele der unterstützenden Werkzeuge in der analogen Welt (z.B. Whiteboards) abgebildet.

Das NursIT Institute hat die Lean Hospital-Methoden auf die professionelle Pflege als Lean Nursing adaptiert und weiterentwickelt. Zudem werden diese Methoden nachhaltig durch die smarte Pflege-Expertensoftware „CareIT Pro“ unterstützt.

Die Lean Nursing – Methode basiert im Wesentlichen auf die folgenden 7 Prinzipien:

  • Absolute Patientenorientierung
  • Verschwendungsfreie Prozesse
  • Bedarfsgesteuerte Leistungserbringung
  • Führung vor Ort und mit Kennzahlen
  • Aufbau der Kompetenzen der Mitarbeitenden
  • Wertschöpfender Einsatz innovativer Technologien
  • Kontinuierliche Verbesserung

In den nächsten Beiträgen werden wir diese Prinzipien des Lean Nursing näher beschreiben.

Pflege 4.0 – Erfolgsfaktoren für innovative Technologien in der Pflege | Teil 1

Pflege 4.0 – Lieber satt und sauber oder gut dokumentiert? | Teil 2


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