PpSG: Zahl der Pflegekräfte soll dem Pflegeaufwand gegenübergestellt werden -Aktuell hätten viele Kliniken echte Schwierigkeiten damit

PpSG: Zahl der Pflegekräfte soll dem Pflegeaufwand gegenübergestellt werden -Aktuell hätten viele Kliniken echte Schwierigkeiten damit

Morgen soll der aktuelle Referentenentwurf des neuen Pflegepersonalstärkungsgesetzes (PpSG) das Bundeskabinett passieren. Da sich die Deutsche Kranken­hausgesellschaft (DKG) und dem GKV-Spitzenverband nicht auf Personaluntergrenzen bis zum 30.06.2018 einigen konnten, wurde nun schnell ein neuer Passus dem PpSG zugefügt. Demnach will das Bundesministerium (BMG) nun selbst entsprechende Grenzwerte festlegen. Dazu sollen nicht nur mehr die Pflegepersonalkosten aus dem DRG-System herausgelöst werden. Künftig soll durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) ein sogenannter Pflegepersonalquotient entwickelt werden. Dieser soll dann das Verhältnis der Anzahl der Vollzeitkräfte im Pflegedienst zu dem Pflegeaufwand eines Krankenhauses darstellen.

„Für die Ermittlung des Pflegeaufwands erstellt das Institut bis zum 31. Mai 2020 einen Katalog zur Risikoadjustierung des Pflegeaufwands, mit … tagesbezogen die durchschnittlichen pflegerischen Leistungen abbildbar sind.“ Diesen pflegerischen Aufwänden werden dann die Anzahl der Pflegefachkräfte gegenübergestellt. Das BMG plant dann mit den übermittelten Daten die Personaluntergrenzen selbst festzulegen, die dann nicht unterschritten werden dürfen. Kommt es doch zur Unterschreitung dieser Grenzen, muss die entsprechende Klinik mit Sanktionen rechnen. Zudem möchte das BMG die Patienten-Personal-Relationen künftig auch veröffentlichen und so für alle Patienten transparent machen.

Und die meisten Kliniken sind auf eine solche Entwicklung denkbar schlecht vorbereitet.Nicht nur, weil das Pflegefachpersonal nicht beliebig am Gesundheitsmarkt verfügbar ist.  Die meisten Kliniken sind kaum in der Lage, ihre pflegerischen Leistungen transparent zu machen. Den größten Teil einer heutigen Pflegedokumentation nimmt nicht die individuelle Pflegeplan- und Durchführungsdokumentation ein, sondern die Informationen die für die Abrechnung (z.B. PKMS) eine Relevanz haben. Und da noch über 70% der deutschen Gesundheitseinrichtungen die Pflegedokumentation mit Stift und Papier durchführen, ist eine lückenlose, individuelle Pflegeprozessdokumentation und damit eine echte Pflegeaufwand-Transparenz nur selten zu finden. Und die Zeit bis 2020 ist extrem kurz!

Zu den Maßnahmen der Fachpersonalsicherung die viele Kliniken ohnehin schon gestartet haben (z.B. Auslandsrekruiting), sind nun dringend Maßnahmen zur Modernisierung des pflegerischen Arbeitsumfelds gefragt. Dazu gehört ganz sicher auch die Digitalisierung in der Pflege mit den Möglichkeiten einer modernen, entscheidungsunterstützenden, mobilen Pflege-Expertensoftware. Diese ermöglichen mit überschaubarem Aufwand eine teilweise automatisierte Pflegedokumentation und damit eine Leistungstransparenz bei gleichzeitiger Entlastung der Pflegefachkräfte. Eine daran angebundene, moderne Personal-Einsatzplanungssoftware liefert nicht nur die Möglichkeit einer nach Pflegeaufwand gesteuerten Einsatzplanung, sondern auch den Pflegepersonalquotienten in Echtzeit darzustellen.

Da solche Digitalisierungsprojekte auch immer Reorganisationsprojekte sind und die Arbeitsabläufe der Anwender stark beeinflussen, ist eine entsprechende Vorlaufzeit einzuplanen. Wollen die „analogen“ Kliniken für die neue Pflegepersonalvergütung Anfang 2020 digital gerüstet sein, sollten sie noch in diesem Jahr entsprechende Projekte starten.

 

Pflegerelevante Informationen für Patienten sektorenübergreifend bereitstellen – NursIT und vitabook kooperieren

Pflegerelevante Informationen für Patienten sektorenübergreifend bereitstellen – NursIT und vitabook kooperieren

NursIT Institute GmbH und das Unternehmen vitabook wollen die Nutzung von klinischen Informationen für Nachversorger und Patienten weiter verbessern.

Mit der Kooperation erweitern NursIT und vitabook die Möglichkeiten für Krankenhausinformationssysteme (KIS), nicht nur über HL7 und IHE angebunden zu sein, sondern auch über den neuen Standard FHIR. Sie erreichen damit eine neue Stufe in Bezug auf Vernetzung, Mobilität, Datenschutz und Datensicherheit im Gesundheitswesen.

Klinische Dokumente und Informationen können künftig sektorenübergreifend für Patienten und Nachversorger digital in der vitabook-Cloud bereitgestellt werden.

Damit gelingt es vitabook und NursIT, den Dokumenten-Flow sowohl innerhalb als auch außerhalb des Krankenhauses zu strukturieren und transparent zu machen.

Erfahren Sie mehr dazu von uns auf der ConhIT. Sie finden uns als Gast auf den Ständen von Microsoft (Halle 4.2 C-101) und NursIT (Halle 3.2 D-104).

Unser Partner: Vitabook

Gewinne ein Freiticket für die Xpomet in Leipzig

Gewinne ein Freiticket für die Xpomet in Leipzig

Vor wenigen Tagen habe ich die Xpomet in dem Beitrag „Digitalisierung in der Pflege auf der Xpomet 2018“ vorgestellt.

Heute möchte ich noch eins draufsetzen. Wir verlosen ein Freiticket für dieses neue Health-IT-Event vom 21. – 23.03.2018 in Leipzig.

Und so geht es! Einfach diesen Beitrag auf Twitter ( @NursITInstitute ) bzw. Facebook teilen oder einen Kommentar unter diesem Betrag auf unserem Blog hinterlassen.
Am 13.02.2018 geben wir dann den glücklichen Gewinner als Update auf diesem Blogpost bekannt.

Digitalisierung in der Pflege auf der Xpomet 2018 in Leipzig

Digitalisierung in der Pflege auf der Xpomet 2018 in Leipzig

Die XPOMET Convention, die vom 21. – 23. März 2018 in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig stattfindet, ist die erste und einzige Veranstaltung ihrer Art: Sie vereint interdisziplinäre Vernetzung, hochkarätige Keynotes, progressive Projekt- und Diskussionsanstöße sowie innovative und interaktive Formate zu einer dreitägigen Hommage an Technologie, Fortschritt und das Weiterdenken in der Medizin und Pflege.

Das NursIT Institute wird mit seiner Pflege-Expertensoftware CareIT Pro auf der Xpomet nicht nur mit einem Stand präsent sein, wir werden auch in einem Showcase die Zusammenarbeit der Software mit anderen innovativen Technologien zeigen.

Die Convention besteht aus einem Innovationskongress auf sechs Bühnen, themenspezifischen Think Tanks, erfrischenden Diskussionsformaten, der Future Health Ausstellung – mit ihren inzwischen über 15 Showcases wie der Arztpraxis oder dem Patientenzimmer der Zukunft – sowie diversen Side-Events, der Start-up-Section und dem Festival of Medicine. Ziel ist es, eine Plattform mit einer neuen Kultur und einem neuen Verständnis für fachübergreifenden Austausch zu schaffen.

Wir sind dabei – Du auch?

Alle Infos hier…

Die Öllampe war auch mal ein smartes Pflegehilfsmittel

Die Öllampe war auch mal ein smartes Pflegehilfsmittel

Es war die Begründerin der modernen Krankenpflege, die auch als „the Lady with the Lamp“ bezeichnet wurde. Florence Nightingale konzentrierte sie sich im 19 Jahrhundert erstmalig darauf, pflegerisch-medizinische Daten zu sammeln, diese aufzubereiten und zu analysieren, um dann daraus Schlüsse abzuleiten. Und ist somit auch die Mutter der Pflegeinformationssysteme. Schnell wurde der Wert ihrer Arbeit erkannt und in die Pflegepraxis und vor allem die Pflegeausbildung übernommen.

Man könnte meinen, dass die Zeit in manchen Dingen stehen geblieben ist. Denn die Sammlung und Dokumentation von Daten in der Pflege erfolgt heute, in den überwiegenden Gesundheitseinrichtungen, nach wie vor auf Papier. Diese dann aufzubereiten und zu analysieren ist sehr schwierig. Und so werden auch sicher Chancen auf neue pflegerische Erkenntnisse und deren Einfluss auf eine moderne Pflege vertan. Dabei sind es auch gerade die Auszubildenden, die neue Erkenntnisse und Praktiken in den Pflegealltag bringen sollen. Technische Assistenzsysteme, Roboter, Expertensysteme, Sensoren oder smarte Pflegehilfsmittel können den Pflegealltag erleichtern und die Versorgung sicherer machen. Dennoch fehlen sehr oft die Unterrichtsinhalte zu den smarten Pflegetechnologien. Und gerade hier werden Kernkompetenzen für die werdenden Pflegefachkräfte und deren zukünftigen Herausforderungen entwickelt.

Wie soll bitte ein Beruf attraktiver werden, wenn einige der notwendigen Kompetenzen in der Ausbildung nicht vermittelt werden?

Hier ist es absolut wichtig bei der Aus- und Weiterbildung anzusetzen!

Und dies betrifft keinesfalls nur die Auszubildenden. Denn auch das Pflegemanagement und die Pflegepädagogen können nur Pflegeinformatik-Kompetenzen fordern und fördern, wenn sie selbst diese besitzen. Die Hochschule Osnabrück hat in dem Verbundprojekt „KeGMI“ untersucht, welche eHealth-Kompetenzen die Pflegefachkräfte in unterschiedlichen Einsatzfelder benötigen und hat darauf basierend Empfehlungen für Aus- und Weiterbildungsinhalte entwickelt. Und dennoch finden sich heute kaum Angebote zu diesem Themenfeld.

Als CareTech-Unternehmen bietet das NursIT Institute hier schon seit Jahren ein Aus- und Weiterbildungsangebot an. Neben den eigenen Veranstaltungen, sind die Pflege-IT-Experten von NursIT, auch als Dozenten in Aus- und Weiterbildungsakademien aktiv. In unterschiedlichen Seminarangeboten für Pflegemanager, Pflegepädagogen, Pflegefachkräfte und Auszubildende vermitteln die Experten praxisnah und zielgruppengerecht die wesentlichen Pflegetechnologie-Kernkompetenzen. So lernen die Kollegen neben grundlegenden Fakten auch aktuelle Trends und Gefahren kennen, sowie die Fähigkeit den Technologie-Einsatz in ihren Arbeitsbereichen besser zu bewerten. Dadurch werden die Pflegefachleute fit für die kommende Digitalisierung und objektiver dem Nutzen solcher Pflegetechnologie gegenüber.

Wie sind Ihre Erfahrungen? Welche Angebote der Pflegeinformatik-Fortbildungen kennen Sie noch? Schreiben Sie uns einfach einen Kommentar.

Und sollten Sie in ihrem Weiterbildungsbereich ein solches Angebot aufnehmen wollen, unterstützen wir sie gern mit unseren erfahrenen Pflegetechnologie-Dozenten.

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Pflege gestaltet die Digitalisierung aktiv mit – „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege“ gestartet

Das „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ (NITiP) startet am 31.05.2017 mit der virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“. Das Ziel ist es, die Anbieter pflegerelevanter, innovativer und technologischer Produkte bzw. Dienstleistungen und Pflegefachkräfte zusammenbringen und sich über neue Lösungen am Markt, erfolgreiche Projekte und zukünftige Entwicklungen auszutauschen.

Das Arbeitsumfeld der beruflichen Pflege verändert sich immer schneller und die Komplexität, der Druck und der Fachkräftemangel wirken sich zunehmend problematisch aus. Die Digitalisierung der Pflege wird zunehmend als Lösungsansatz gesehen. Immer häufiger hört man dazu, dass die Pflegefachkräfte die Digitalisierung ihres Berufes doch selbst aktiv gestalten sollen.

Jedoch zeigt sich in der Realität, dass die Pflegefachkräfte und das Pflegemanagement häufig keinen Überblick darüber haben, welche Lösungen und Dienstleistungen schon auf dem Markt verfügbar sind und welche Innovationen bereits „vor der Tür stehen“. Zudem haben sie zu wenige Möglichkeiten aktiv auf die Entwicklung von Technologien und Services Einfluss zu nehmen. Im Ergebnis werden viele Produkte und Dienstleistungen an den Anforderungen der Pflegefachkräfte und des realen Pflegeprozesses vorbei entwickelt. Zudem fehlt es in Deutschland auch an einer pflegerischen Organisation, der diesen Themenbereich aktiv bearbeitet.

Aus diesem Grund startet das NursIT Institute das neue „Netzwerk für Innovationen und Technologien in Pflege“ ( www.NITiP.de ). Durch Informationsveranstaltungen und Workshops sollen die technologisch-innovativen Möglichkeiten des Marktes und die realen Anforderungen der Anwender für beidseitige Synergien sorgen.

Den Auftakt macht die virtuellen Pflegekonferenz „Innovationen für die Pflege erleben…“ ( www.PflegeIT.de ) am 31. Mai 2017. Die Besonderheit dabei ist, dass diese Konferenz ausschließlich online (in Webinar-Form) durchgeführt wird. Die Teilnehmer können je nach Interesse, virtuell kommen und gehen. Alle Vorträge werden dabei aufgezeichnet und sind so auch später noch für interessierte Pflegefachkräfte nutzbar. Viele neue, innovative Themen, Projekte und Erfolgstories werden dort den Teilnehmern präsentiert. Die gesamte Veranstaltung ist kostenlos und bedarf lediglich einer kurzen Anmeldung, eines PCs oder eines Smartphones. Gerade die für Pflegefachkräfte oft schwierige Organisation von Reisen zu Konferenzen entfällt somit. Zuhause, auf der Arbeit oder mobil – die Teilnahme ist kinderleicht.

Künftig sollen zudem im Netzwerk pflege-technologische Themen bearbeitet, Positionen entwickelt und gemeinsame Projekte gefördert werden.

Technologie-Beratung: Ein digitales Formular macht noch keine digitale Pflegedokumentation

Technologie-Beratung: Ein digitales Formular macht noch keine digitale Pflegedokumentation

„Unsere Pflegekräfte dokumentieren schon digital. Wir haben doch ein KIS!“
„Unsere Pflege dokumentiert auf Papier. Das kann sie gut und hält sie nicht unnötig auf.“

Es ist schon spannend mit welchen Argumenten wir manchmal konfrontiert werden, wenn wir mit Nicht-Pflegefachkräften über digitale Pflegedokumentation sprechen. Oft denken diese, dass das Ausfüllen eines digitalen Formulars im KIS schon die Pflegedokumentation darstellt. Und damit vergeben sie riesige Chancen, die Pflegefachkräfte optimal zu unterstützen, viel Aufwand und Zeit zu sparen und zusätzliche Erlöse automatisch zu generieren.

Zahnärzte wählen nicht das Dialysegerät aus. Warum gilt dies nicht auch für die Pflege?

Und die Pflegefachkräfte? Dort fehlt es häufig auch an pflege-technologischer Kompetenz und Erfahrung. Und so wird die Entscheidung häufig der IT-Abteilung oder dem Kaufmann überlassen. Das bedeutet jedoch, dass fachfremde Personen ohne tiefe Prozesskenntnisse die Werkzeuge für die Pflegefachkräfte auswählen. Und aus gut gemeint wird dann schnell nicht gut gemacht!

Um nicht einen falschen Eindruck zu vermitteln. Wir haben auch Kliniken kennengelernt, in denen kompetente IT-Pflegefachkräfte intensiv an der Auswahl und Beschaffung der Pflegetechnologien beteiligt waren. Dies erkennt man dann auch sehr häufig in der sehr pflegeprozess-nahen Umsetzung.

Mit externen Pflegeinformatikern die Kompetenz einkaufen

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Pflegeinformatiker in Deutschland noch rar gesät. Klar, hier wird sich mit der zunehmenden Digitalisierung des pflegerischen Arbeitsumfeldes noch sehr viel ändern.
Doch schon heute können die Gesundheitseinrichtungen die fachkundige Beratung und Projektunterstützung von Pflegeinformatikern nutzen. Denn genau diese Dienstleistungen können beispielsweise beim NursIT Institute in Anspruch genommen werden. Unsere Pflegeinformatiker mit jahrelanger Erfahrung in Pflege und klinischer IT unterstützen Gesundheitseinrichtungen:

  • bei der Analyse der Pflegeprozesse und des technologischen Bedarfs
  • bei der Analyse der vorhandenen IT-Systeme auf pflegerische Gebrauchstauglichkeit
  • bei der Optimierung der vorhandenen IT-Systeme
  • bei der Konzeption und Beschaffung der genau passenden IT-Systeme
  • im Prozess- und Projektmanagement
  • beim Erwerb von IT-Kompetenz und System-Training

Und was haben Sie davon?

Die Frage beantwortet sich fast von selbst. Wenn keine eigenen Erfahrungen und Kompetenzen in der Pflegeinformatik vorhanden sind, muss und sollte man nicht darauf verzichten. Die verschiedensten Beratungsangebote in der Pflegeinformatik bringen:

  • Entlastung der Pflegefachkräfte durch nutzbringende Technologien
  • Langfristige Investitionssicherheit
  • Effiziente, strukturierte Prozesse
  • Planbares und transparentes Vorgehen in Bezug auf Kosten und Nutzen
  • Abbildung der pflegerischen Interessen, Anforderungen und Notwendigkeiten in Prozessen, Projekten und IT-Systemen

Die Digitalisierung auch in der Pflege lässt sich nicht mehr aufhalten. Wer dies ignoriert wird von schnell überholt. Eine effiziente Unterstützung der Pflegefachkräfte wird zudem ein wichtiges Kriterium der Mitarbeiterzufriedenheit und des Fachpersonal-Recruitings. Welche Pflegefachkraft möchte nicht in einer Klinik arbeiten, in der durch strukturierte Prozesse und entlastende, nutzbringende Technologien mehr Zeit für die Arbeit am Patienten bleibt?

Pflege und die conhIT 2017 – Wann platzt endlich der Knoten?

Pflege und die conhIT 2017 – Wann platzt endlich der Knoten?

Die conhIT 2017 war wieder ein voller Erfolg – noch größer und noch mehr Aussteller. Die größte deutsche Health-IT Konferenz und Messe zog wieder Interessierte und Entscheider der Gesundheitsbranche an. Auch die Pflege rückt allmählich in den Focus dieser Veranstaltung. So gab es einige Vorträge, Podiumsdiskussionen und eine Industrieführung zum Thema „Pflege“.

Auch wir vom NursIT Institute waren in diesem Jahr wieder dabei. Am Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg präsentierten wir mit verstärkter Mannschaft die neuesten Entwicklungen unserer Pflege-Expertensoftware CareIT Pro und unsere Dienstleistung rund um das Thema „Lean Nursing“.

Was konnten wir aus pflegerischer Sicht von der conhIT 2017 mitnehmen?

Viele Akteure beschäftigen sich in der Theorie, in Form von aktuellen Studien, mit der Digitalisierung der Pflege . So gab es u.a. die Podiumsdiskussion „Digitalisierung in der Pflege – Wann platzt endlich der Knoten“. Auffällig war auch hier, dass wenn von Pflege gesprochen wird, meist die ambulante beziehungsweise die Langzeit- Pflege gemeint ist. Warum ist die klinische Pflege so wenig auf dem Radar der Akteure?
Natürlich waren auch einige, wenige Hersteller von Pflegesoftware präsent.

Insgesamt ist man sich sicher, es gibt noch viel zu tun um die modernen Technologien in der Pflege zu verankern. Dazu gehört , dass sich die Pflege selbst organisieren und engagieren sollte, um die Anforderungen der eigenen digitalen Werkzeuge selbst zu bestimmen. Aber auch die Schaffung von Anreizen für die Einführung und Nutzung von digitaler Pflegedokumentation wurde genannt. Ein weiterer Punkt ist das Fehlen von Beratungs- und Schulungsangeboten im Bereich von Pflege-Technologien.

 

Vortrag beim Lunchtalk am Berlin Partner Stand

Ja! Die Organisation der Pflege in einem Netzwerk oder Verband für Pflege-IKT ist notwendig. Vor knapp 10 Jahren war ich der Vorsitzende der „Deutschen Gesellschaft für Pflegeinformatik“. Dieser von 40 Pflegefachkräften gegründete Verband war scheinbar der Zeit voraus und hat sich nach 3 Jahren wieder aufgelöst. Heute wird genau so eine Gesellschaft gebraucht um die technologischen Entwicklungen mitzugestalten. Daher arbeiten wir derzeit daran, die Idee wieder aufleben zu lassen und das „Netzwerk für Innovationen und Technologie in der Pflege“ zu starten. Dazu in kürze mehr 🙂

 

Die Anreize für die Nutzung von digitaler Pflegedokumentation können auch die Hersteller setzen. Wenn Pflegefachkräfte bis zu 60 Minuten Dokumentationszeit pro Patienten sparen können und zudem durch die erfassten Informationen bis zu 75 EUR zusätzlich Erlöse sichern können, sollte dies ein starker Anreiz für jeden Entscheider sein. CareIT Pro kann genau dies und macht dazu den PKMS automatisch.

Und Beratung zu Innovationen und Technologien und der Pflege bieten wir auch. Im Rahmen unserer Lean Nursing-Methode betrachten wir nicht nur die Prozesse, sondern auch die vorhandenen Tools und IT-Systeme und zeigen Lücken und Potentiale auf. Zudem bieten wir vielfältige Seminare im Bereich pflegerischer Innovationen und IT.

Podiumsdiskussion zur neuen FHIR-Schnittstelle, die auch CareIT nutzt

Es ist also schon vieles vorhanden. Die Pflegefachkräfte sollten sich in diesem Bereich noch stärker informieren und die digitalen Erleichterungen auch einfordern!

Wir unterstützen dieses Thema gern mit Vorträgen, Präsentationen und Seminaren. Viele Pflegedirektionen haben unserer Informationsangebot bereits genutzt. Kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich!

 

Arab Health und moderne Pflege im Orient

Arab Health und moderne Pflege im Orient

In der vergangenen Woche waren wir das zweite Mal als Aussteller auf der Arab Health 2017 am Berlin Partner– Gemeinschaftsstand in Dubai dabei. Bei sommerlichen Temperaturen präsentierten wir hier unsere Pflege-Expertenlösung CareIT Pro. Und das Feedback aus Arabien war sehr interessant…

Die Arab Health ist die größte Messe und Konferenz für das Gesundheitswesen im Nahen Osten. Deutschland stellt dort die größte Ausstellergruppe dar. Sie wird in mitten des Herzens Dubais, im World Trade Centre, veranstaltet. Dabei entwickelt sich gerade Dubai zunehmend zu einem Weltzentrum der Medizin und des Medizintourismus. Es gibt sogar den eigenen Stadtteil „Dubai Healthcare City (DHCC)”. Die Planungen sehen dort rund 350 Kliniken, Diagnosezentren und gesundheitsbezogene Einrichtungen vor. Dazu kommen Hotels, Apartmenthäuser, Personalunterkünfte und Versorgungsbetriebe. Damit möchte Dubai zum weltweit größten „Gesundheits-Campus“ werden.
Und da hier und auch im gesamten arabischen Raum so viele Kliniken neu gebaut werden, wird auch von vorn herein auf eine modernste, digitale Ausstattung geachtet.  So zog esgerade auch diese Interessenten an unseren Stand um sich über moderne Pflege-Expertenlösungen zu informieren. Insbesondere die automatisierte, prädiktive und präskriptive Pflegedokumentation fand reges Interesse.

Aber auch das Thema „Klinik Organisationssystem (KOS)“ und die damit verbundene Bedeutung von pflegerischen Daten, war für die arabischen Messebesucher nicht nur aktuell, sondern auch höchst interessant.

Wer weiß, vielleicht können wir auf der nächsten Arbab Health 2018 schon erste Projekte im arabischem Raum vorstellen.

Übrigens hatten wir Besuch von Guido Burkhardt (Geschäftsführer der qhit), der mit uns ein Interview geführt hat…

 

Die Pflege als wichtiger Baustein der Krankenhausorganisation :: KOS Event Schweiz

Die Pflege als wichtiger Baustein der Krankenhausorganisation :: KOS Event Schweiz

IMG_2211Vorbei an Bananenpalmen, erntereifen Drachenfrüchten und grünen Papaya mussten die Teilnehmer des ersten Schweizer KOS-Events gestern gehen, um sich im „Dschungelcamp“ über die aktuellste Entwicklung im eHealth-Markt zu informieren. Die Initiative „Scheduling Healthcare“ lud Vertreter Schweizer Kliniken ins Tropenhaus Wolhusen zu diesem tropischen Update ein.

Auch das NursIT Institute gab dort sein Debüt, mit der mehrfach ausgezeichneten Pflege-Expertensoftware CareIT Pro, auf dem Schweizer Spitalmarkt.
Heiko Mania, geschäftsführender Gesellschaft, steigt mit der Philosophie der NursIT in seinen Vortrag ein: „Wir wollen die Pflegefachleute von Dokumentationserstellern zu Dokumentationsnutzern machen. Die Pflegedokumentation soll also durch smarte Technologien automatisch erzeugt werden.“.
Aber auch die Potentiale als Teil eines Klinik-Organisationssystems bewertet er als sehr hoch. Denn Pflegemaßnahmen können dadurch in Echtzeit mit anderen klinischen Terminen des Patienten priorisiert und automatisch koordiniert werden. So wird die Fraktionierung der Pflegeprozesse deutlich minimiert und auch Wartezeiten für den Patienten erheblich reduziert.
In der Verknüpfung mit der smarten Personaleinsatzplanung der Fa. Allocate, können zudem Informationen zur Pflegeintensität der Stationen und aktuelle bzw. geplante Interventionen, sowie die Betrachtung von historischen Daten, einen prognostizierten Ressourcen-Bedarf aufzeigen. Dieser kann dann durch verschiedene Services von den Pflegekräften selbst organisiert werden.
Aber auch eine DRG-konforme und auf Selbstpflegefähigkeiten basierte Patientenflusssteuerung wird mit dem KOS möglich.
IMG_2204„Dabei arbeiten zudem hoch-innovative und intelligente Softwaresysteme unter der Haube des Klinik-Organisationssystems. “; erklärt Guido Burckhardt, einer der Initiatoren von Scheduling Healthcare und Geschäftsführer der Firma qhit. Insbesondere bezieht er sich dabei auf das nagelneue Ressourcenmanagementsystem HiveMed der Firma MedSolv und das klinische Process Management Cockpit der Fa. Spare.

Mit den Erfahrungen erster begonnener Projekte in der Schweiz und Deutschland, konnten die Teilnehmer mehr über die Möglichkeiten und Potentiale einer solchen Organisationslösung erfahren. Die interessanten Gespräche und positiven Feedbacks zeigen, dass ein großes Interesse der Spitäler gegeben ist.


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