CareTech und die Trägheit des Gesundheitsmarkts

CareTech und die Trägheit des Gesundheitsmarkts

EIN NEUER STAR IST GEBOREN

War die professionelle Pflege in den letzten Jahren eher einen Nischenthema für Innovationen, führt der zunehmende Pflegefachkräftemangel mit allen negativen Auswirkungen zu einer Blüte von neuen Ideen und Startups in diesem Bereich. Ein zunehmend fokussiertes Thema ist dabei die Reduktion der Dokumentationsaufwände und die Optimierung der pflegerischen Prozesse. Liegt die Digitalisierung heute in der Pflege noch bei ca. 27 %, könnte sie sich bedingt durch die von der Politik veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzierung und den Stellenschlüsseln, in den nächsten 2 Jahre gar verdoppeln. Doch die Eintrittshürden sind hoch.

Pflegesoftware ist bereits seit der Jahrtausendwende auf dem Gesundheitsmarkt verfügbar und konnte sich dennoch, insbesondere in den Kliniken, kaum durchsetzen. Dies liegt zum einem daran, dass die Hersteller, insbesondere die KIS-Anbieter sich wenig an den Bedarf und die Prozesse der professionellen Pflege orientiert haben oder diese wiederum zu stark mit pflegetheoretischen Inhalten »aufgebläht« haben. Auf der anderen Seite waren die Kliniken nicht bereit das verfügbare Geld in die Pflege zu investieren, da die Pflege doch bereits mit der DRG eines Patienten abgegolten ist und primär dadurch keine Erlössteigerung zu erwarten war.

Das neue Pflegepersonalstärkungsgesetz und das Pflegepersonaluntergrenzen-Gesetz machen nun auch diesen Markt interessant.

MARKTMECHANISMEN

Wer in den Pflegemarkt mit neuen Produkten einsteigen möchte, sollte sich mit seinen speziellen und stark regulierten Mechanismen auskennen. Denn in der Realität gibt es nicht »die Pflege». Diese Berufsgruppe ist geprägt von einer sektoralen Splitterung in ambulante, stationäre und die Gesundheits- und Krankenpflege in den klinischen Einrichtungen. Leider sind genau diese Sektorengrenzen von Informationsverlust und unterbrochener Pflegekontinuität geprägt. Jeder Sektor hat seine eigenen gesetzlichen Regelungen in den Sozialgesetzbüchern und meist auch eigenen Abrechnungsmodalitäten. Zudem bewegt man sich mit Produkten für die professionelle Pflege schnell im Bereich von Medizinprodukten und deren regulatorischen Anforderungen. Genau dies erschwert es, Geschäftsmodelle aus der »freien Wirtschaft» auf diesen Bereich zu übertragen.

Erschwerend kommt dazu, dass die Pflegefachkräfte solchen neuen Innovationen und Technologien oft kritisch gegenüberstehen. Die Begründung dafür liegt unter anderem in dem Selbstverständnis des eigenen Berufsbildes. Denn Pflege ist im Kern eine ganzheitliche Beziehungsarbeit mit und an dem Patienten. Daher hat gerade eine patientennahe Tätigkeit die höchste Priorität bei den Fachkräften. Die IT hatte in den letzten Jahren leider einen umgekehrten Effekt auf die pflegerische Arbeit. Statt am Patienten, mussten Dokumentations- tätigkeiten an patientenfernen Bürocomputern durchgeführt werden. Nicht selten waren diese Dokumentationen sogar fachfremd, für andere Berufsgruppen, zu erbringen, wie z. B. Aufnahmeverträge o. ä. Diese Erfahrungen prägen noch heute die Bewertungen neuer CareTech-Angebote durch die pflegerischen Anwender. Die Pflegefachkräfte möchten für die eigene Arbeit und für ihre Patienten einen klaren Nutzen und eine echte Entlastung durch diese modernen Angebote erfahren. Daher werden im besten Falle die zukünftigen Anwender bereits bei der Auswahl der Systeme einbezogen und die fachlichen Anforderungen als harte Kriterien definiert.

Aber auch fehlende technologische Austauschstandards und die monolithische Vormacht der Krankenhausinformationssysteme bremsen neue technologische Innovationen deutlich. Möchte man beispielsweise mit einer neuen Software die klinischen Prozesse unterstützen, wird zurecht direkt die Frage nach einer Anbindung an das patientenführende Informationssystem (meist das KIS) der Gesundheitseinrichtung gestellt. Natürlich möchte kein Anwender die Stammdaten eines Patienten mehrfach in unterschiedliche Systeme eingeben. Aber gerade hier spielen die großen Systemhersteller ihre monolithische Macht aus. Nur wenn diese Anbieter eine Anbindung an ihre Systeme erlauben, kann der Kunde, meist sehr kostenintensiv, solche Schnittstellen erstellen lassen. Dies kosten neben dem Geld meist auch viel Zeit. Die bisher bestehenden Standards wie HL7 oder xDT sind dabei alles andere als als plug&play zu bewerten.

AMERICA FIRST?

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Erstes Meetup „Neue Innovationen und Technologien in der Pflege“ startet im Februar ’19

Erstes Meetup „Neue Innovationen und Technologien in der Pflege“ startet im Februar ’19

Die digitale Transformation wird zunehmend als eine Möglichkeit der Entlastung der professionellen Pflege verstanden. Jedoch hat in der Praxis die Digitalisierung in der Pflege noch großen Nachholbedarf. Neben dem Fachkräftemangel führen auch neue, gesetzliche Änderungen zu einem deutlichen Bedarf an unterstützenden Technologien für diese Berufsgruppe.

Sehr häufig fehlt es aber den Pflegefachkräften und Entscheidern an dem Wissen und dem Überblick, welche innovativen und technologischen Angebote schon heute verfügbar sind.

Daher veranstaltet das „Netzwerk für Innovationen und Technologien in der Pflege (NITiP)“ seit 2017 die „Virtuelle Pflegekonferenz“. Hier konnten die Teilnehmer bisher über das Internet neueste Produkte und Dienstleistungen von CareTech-Anbietern kennenlernen.

In diesem Jahr startet das NITiP nun mit einem weiterentwickelten Informationsangebot.

Am 20.02.2019 von 17:00 – 19:00 Uhr findet in Düsseldorf das 1. Meetup „Neue Innovationen und Technologien in der Pflege“ statt. Meetups sind Treffen, an denen Pflegefachkräfte, Entscheider oder Interessenten zusammenkommen, um sich zu neuen Dienstleistungen und Produkten auszutauschen und zu netzwerken.  Diese Meetups werden zudem live im Internet übertragen und sind so auch dem breiten Fachpublikum zeit- und ortsunabhängig zugänglich.

Künftig werden diese Meetups an unterschiedlichen Orten und mindestens quartalsweise stattfinden. Natürlich sind die Treffen für die Teilnehmer kostenlos.

Der Host des 1. Meetups ist die Deutsche Kreditbank. Themen sind dort beispielsweise ein Ausblick dahin, was nach der Digitalisierung in der Pflege kommen kann und wie Gesundheitseinrichtungen diese alternativ finanzieren können. Weiterhin erleben Sie Technologien die die Pflege durch bessere Organisation entlasten und den Pflegealltag „smart“ machen.

Alle Informationen und die kostenlose Anmeldung für das Meetup in Düsseldorf bzw. das virtuelle Meetup im Internet finden Sie unter www.Virtuelle-Pflegekonferenz.de.

Neues KIS von PlanOrg integriert Pflege-Expertensoftware von NursIT

Neues KIS von PlanOrg integriert Pflege-Expertensoftware von NursIT

Der Jenaer Spezialist für Business-Intelligence- sowie MVZ- und Kliniklösungen PlanOrg feiert in diesem Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum und wird künftig auch im Markt der Klinik-Informationssysteme (KIS) neue Akzente zu setzen: Das „principa.kis“ als neuestes Produkt der „principa HealthCare Plattform“ setzt einen starken Fokus auf die digitale Unterstützung der klinischen Prozesse und eine hohe Interoperabilität. Aufbauend auf neuesten technologischen Standards ist principa in der Lage, moderne, innovative Gesundheitsanwendungen und -Technologien mit geringem Aufwand zu integrieren. Dies ist ein großer Vorteil mit Blick auf die zunehmende Vernetzung im Gesundheitsmarkt und vor allem die Veränderungen durch die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen: „Principa.kis ist das erste Krankenhausinformationssystem im deutschen Markt, das den HL7 FHIR-Standard komplett abbildet,“ sagte Andreas Orth den Zuhörern aus Management und IT von Krankenhäusern und überregionalen MVZs.

Neue Lösung praxisnah

Wie praxisnah die neue Lösung ist, zeigt sich in Zusammenarbeit mit dem Pflege-Expertensystem CareIT des NursIT-Institute. Dabei wird die innovative, mobile und FHIR-basierte Software für Pflegefachkräfte im Krankenhaus über FHIR-Ressourcen und – Repository komplett in das „principa.kis“ integriert. Damit können beide Systeme – quasi „plug&play“ – die gemeinsamen Daten und Funktionen über das gesamte KIS nutzen.

„So werden beispielsweise Messwerte, die in der mobilen Pflegesoftware am Patientenbett dokumentiert werden, unmittelbar auch in der Patientenkurve von „principa.kis“ angezeigt. Und geplante Pflegemaßnahmen können mit der gesamten Terminplanung des „principa.kis“ abgeglichen und bei Terminkollisionen entsprechend umdisponiert werden. PlanOrg´s neues Krankenhausinformationssystem ermöglicht es den Kliniken, wieder selbst zu entscheiden, welche modernen Subsysteme angebunden werden – und dies mit geringerem Aufwand und geringeren Kosten, jedoch der besten Integration – „principa.kis on FHIR“.

Heiko Mania, einer der Geschäftsführer von NursIT, dazu:“Durch die Kooperation mit PlanOrg können wir CareIT Pro um nützliche Funktionalitäten erweitern. So können wir direkt auf einen digitalen, klinikweiten Behandlungsprozess aufsetzen, klinische und pflegerische Termine aufeinander abstimmen und die hohe SAP-Kompatibilität nutzen. Dies entspricht genau unserem Kundenversprechen, mit Kooperationen den Mehrwert zu erhöhen.“

CareTech und das Trägheitsgesetz des Gesundheitsmarkts

CareTech und das Trägheitsgesetz des Gesundheitsmarkts

Das neue Pflegemagazin „Wirksam“ hat seine aktuelle Ausgabe veröffentlicht und das NursIT Institute wird darin in den kommenden Ausgaben über den jungen und innovativen Bereich „CareTech“ aus eigener Erfahrung berichten. Im aktuellen Beitrag thematisieren wir das „Trägheitsgesetz des Gesundheitsmarkts“ im Kontext der Digitalisierung in der Pflege.

War die professionelle Pflege in den letzten Jahren eher einen Nischenthema für Innovationen, führt der zunehmende Pflegefachkräftemangel mit allen negativen Auswirkungen zu einer Blüte von neuen Ideen und Startups in diesem Bereich. Ein zunehmend fokussiertes Thema ist dabei die Reduktion der Dokumentationsaufwände und die Optimierung der pflegerischen Prozesse. Liegt die Digitalisierung heute in der Pflege noch bei ca. 27 %, könnte sie sich bedingt durch die von der Politik veränderten Rahmenbedingungen in der Finanzierung und den Stellschlüsseln, in den nächsten 2 Jahre gar verdoppeln. Doch die Eintrittshürden sind hoch.

Pflegesoftware ist bereits seit der Jahrtausendwende auf dem Gesundheitsmarkt verfügbar und konnte sich dennoch, insbesondere in den Kliniken, kaum durchsetzen. Dies liegt zum einem daran, dass die Hersteller, insbesondere die KIS-Anbieter sich wenig an den Bedarf und die Prozesse der professionellen Pflege orientiert haben oder diese wiederum zu stark mit pflegetheoretischen Inhalten »aufgebläht« haben. Auf der anderen Seite waren die Kliniken nicht bereit das verfügbare Geld in die Pflege zu investieren, da die Pflege doch bereits mit der DRG eines Patienten abgegolten ist und primär dadurch keine Erlössteigerung zu erwarten war.

Das neue Pflegepersonalstärkungsgesetz und das Pflegepersonaluntergrenzen-Gesetz machen nun auch diesen Markt interessant.

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Nachbesserungsbedarf in Sachen Entlassmanagement? Auf die richtigen Tools setzen!

Nachbesserungsbedarf in Sachen Entlassmanagement? Auf die richtigen Tools setzen!

Das Magazin „kma Klinik Management aktuell“  berichtet in seiner Juni-Ausgabe über eine Umfrage bei Klinikmitarbeitern der consus clinicmanagement. Das Fazit des Magazins: „Klinik-Mitarbeiter sehen Nachbesserungsbedarf in Sachen Entlassmanagement“. Dies wird anhand der Umfrage-Ergebnisse deutlich.

kurz & knapp:

  • 65% der Befragten empfanden das Entlassmanagement als deutlichen Mehraufwand
  • über 50% sind mit der Umsetzung nicht zufrieden
  • 51% geben die Pflege als Verantwortliche für das Entlassungsmanagement an
  • 71% sehen die Digitalisierung in diesem Bereich als nicht ausreichend an

Ein wichtiger Aspekt der auch deutlich wird, ist eine unnötige Mehrfach-Dokumentation. Viele Einrichtungen arbeiten mit IT und Papier. Das dieser Umstand die Prozesse nicht gerade verbessert, versteht sich von selbst.

Digitalisierung noch nicht ausgereift?

Hierzu muss angemerkt werden, dass die Digitalisierung in den Kliniken oft nicht ausgereift ist und auch nicht jedes KIS ausgereifte Lösungen zum Entlassmanagement anbietet. Der Health-IT-Markt hält aber sehr wohl prozessorientierte und ausgereifte Softwareprodukte für ein durchgängiges Entlassmanagement bereit. Daher sollten die Ergebnisse auch dazu anregen, über alternative Softwareangebote nachzudenken. Denn wenn Zweidrittel der Befragten einen deutlichen Mehraufwand wahrnehmen und davon über 50% aus der Pflege sind, trifft dies eine Berufsgruppe die ohnehin stark belastet ist.

Hier könnte die Erweiterung der KIS durch das Pflege-Expertensystem CareIT Pro plus Überleitungssoftware (wie Recare, Etnenos, Caseguide etc.) eine optimale, entlastende Lösung sein. Somit bleiben alle KIS-spezifischen Funktionen, wie Rezeptdruck, Arztbriefschreibung und Verordnungen im Krankenhausinformationssystem. Die pflege-sozialen Informationen und Aktionen können jedoch in den Expertensystemen erfasst, aktualisiert und visualisiert werden. Und da doch meist die Pflege alle Fäden der Entlassung zusammenhält, hat sie stets einen aktuellen Entlassplan, der zudem auch von anderen Systemen gefüllt wird, zur Verfügung. Diesen kann sie bequem wie eine Checkliste führen und sieht dazu stets den aktuellen Entlass-Fortschritt und auch mögliche Inplausibilitäten.
Die folgende Grafik zeigt einen möglichen, digitalen Entlassprozess mit CareIT Pro, mit dem das Entlassungsmanagement der Kliniken deutlich beschleunigt und optimiert werden kann.

Hier finden Sie weiterführende Informationen…

Kann die „Woche der Pflege“ auch in Deutschland funktionieren? Einfach mal den Pflegekräften danke sagen!

Kann die „Woche der Pflege“ auch in Deutschland funktionieren? Einfach mal den Pflegekräften danke sagen!

In den USA wird traditionell die Woche vor dem internationalen „Tag der Pflege“ am 12. Mai als „Nurse Week“ („Woche der Pflege“) gefeiert. Die American Association of (AAN), also der Verband der amerikanischen Pflegekräfte, begleitet diese Woche vom 6. -12.05. mit verschiedensten Aktionen, um der Pflege danken zu sagen. Dazu gehört auch, dass Nutzer in den sozialen Netzwerken (#NursesWeek) einfach mal den Pflegekräften für Ihre Arbeit danken oder ihre besten Erfahrungen mit Pflegekräften dort posten.

Der „Tag der Pflege“ wird auch in Deutschland seit 1967 am Geburtstag von Florence Nightingale veranstaltet.

Wir finden die Idee der “Woche der Pflege“ großartig, zeigt Sie doch die Wertschätzung gegenüber der so wichtigen Arbeit der Pflegekräfte. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels wäre eine solche Aktion auch ein wichtiges Zeichen in Deutschland.

Kann denn so etwas auch in Deutschland funktionieren?

  • Würden die Nutzer sozialer Netzwerke ein #PflegeWoche-Banner teilen, retweeten und liken?
  • Würden die Nutzer auch positive Erfahrungen mit Pflegekräften posten und so das Wichtigste für die Pflege aufzeigen – Wertschätzung?

Wir sind gespannt und bedanken uns schon jetzt bei allen Kollegen aus der Pflege, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, täglich mit Herz und Fachwissen für ihre Patienten da sind.

 

So können Sie Pflege-Aufwände und -Belastungen darstellen und damit klinische Prozesse beeinflussen

So können Sie Pflege-Aufwände und -Belastungen darstellen und damit klinische Prozesse beeinflussen

Die Auswirkungen von pflegerischer Belastung sind heute zunehmend sichtbar. Die Belastung selbst ist oft nicht real darstellbar, da die dafür notwendigen Leistungskennzahlen in der Pflege oft nur mit hohen Aufwänden generiert werden können. Da dies zudem meist noch retrospektiv erfolgt, ist eine präzise, operative Steuerung der Klinikprozesse kaum möglich. Das Ergebnis sind pauschale Prozesse und Belastungsspitzen bei den Pflegefachkräften.

Es gibt aber auch einen anderen Weg. Die Pflege-Expertensoftware CareIT Pro kann aus den erfassten Pflegedaten unterschiedliche Aufwandsindizes ableiten:

Die Pflegezeit (PZ) wird zum einem als geplante und zum anderen als tatsächliche Pflegezeit dargestellt. Sie ist die Durchführungszeit der am Patienten geplanten bzw. tatsächlich durchgeführten Pflegemaßnahmen pro Schicht oder Tag und der Station. Damit ergibt sich bereits im Vergleich der Pflegezeiten aller Stationen eine gute Möglichkeit die zeitlichen Aufwände der Pflege auf Basis ihrer Patienten darzustellen.

Dazu gerechnet werden dann noch die Versorgungsbegleitenden Maßnahmenzeiten (VMZ) jeder Station. Die VMZ ist ein basaler Zeitwert jeder Station, der sich aus den Tätigkeiten der Pflege errechnet, die sich nicht einem individuellen Patienten zuordnen lässt. Das in CareIT Pro integrierte VMZ-Assessment wird durch das jeweilige Stationsmanagement objektiviert. Dadurch können auch die pflegerischen Aufwände, die neben konkreten Pflegeinterventionen bestehen, deutlich dargestellt werden. Die Summe beider Zeiten ist der Pflegepersonal-Aufwand (PPA) in Minuten pro Schicht oder Tag.

In Verbindung mit einem Klinikorganisationssystem (KOS) können nun noch Informationen aus der Personaleinsatzplanung (PEP) einfließen und somit eine Pflegepersonalzeit (PPZ = verfügbare Ressourcen pro Tag in Minuten) dem Pflegepersonal-Aufwand einer Station gegenüberstellen.

Mit diesen Informationen können dann verschiedenste klinische Prozesse durch das KOS getriggert werden. So können bei der Belegungssteuerung genau diese Informationen einfließen und die Belastungsspitzen von pflegeintensiven Stationen glätten, in dem bevorzugt erst Stationen mit besseren Pflegepersonal-Aufwänden und Personalzeiten belegt werden. Dies kann sowohl bei akuten, wie auch bei elektiven Patienten genutzt werden. Zudem hat das Pflegemanagement dadurch ein optimales Instrument der operativen Einsatzsteuerung, da der Personaleinsatz im Verhältnis zum errechneten Aufwand in Echtzeit als Benchmark genutzt werden kann.

70% NursIT-Rabatt: NursIT moderiert Workshop auf dem 1. Westdeutschen Pflegekongress

70% NursIT-Rabatt: NursIT moderiert Workshop auf dem 1. Westdeutschen Pflegekongress

In diesem Jahr, am 13.04.2018, wird das Thema „Pflege“ auch im Westen mit einem neuen Kongress spezieller Art vertreten. Der Westdeutsche Pflegekongress will von der Frontbeschallung zu einem aktiven Format werden, der sowohl Themen der „analogen“, wie auch „digitalen“ Pflege einbezieht.
Ziel ist es, für die Pflege einen modernen und innovativen Kongress zu veranstalten, bei dem die Teilnehmer, Partner und Aussteller die Möglichkeit haben, sich in Workshops, Word Cafés, Impulsvorträgen, Themeninseln und einem Rahmenprogramm einzubringen. Auf dem Kongress werden mit in insgesamt sieben Sessions das Fokus:Thema gemeinsam bearbeitet.

NursIT wird das Thema Fokus:Krankenhaus moderieren und beschreibt den Workshop wie folgt:

Der Fachkräftemangel in der Pflege lähmt schon heute in vielen Kliniken die Planungs- und Versorgungsprozesse. Dies führt zunehmend dazu, dass die Pflege wie sie bisher organsiert war, neu überdacht wird. Auch die Politik bringt sich zunehmend mit regulierenden Vorgaben, wie z.B. Personaluntergrenzen, ein.

Doch sind bereits alle Potentiale der Pflege in den Kliniken erkannt und genutzt worden?
Kann eine Modernisierung der Pflege durch zeitgemäße Prozesse und innovativen Technologien mehr erreichen, als pauschale Regulierung?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir gemeinsam im Workshop „Fokus:Krankenhaus“ nach. Dabei entwickeln wir zusammen erste Standpunkte und Ansätze. Alle Ideen, Erkenntnisse und Vorschläge werden im Ergebnis zusammengefasst und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

Nun das Beste – Wir geben Ihnen 70%-Rabatt auf den regulären Ticket-Preis. Sie müssen einfach den Rabattcode „nursit2018“ bei der Bestellung eingeben und schon haben sie riesig gespart.

Wir freuen uns auf Sie!

Alle Infos auf http://www.westdeutscher-pflegekongress.de

Digitaler Pflegeprozess und Personaleinsatz-Programme (PEP) = das perfekte Duo zur Entlastung der Pflegefachkräfte

Digitaler Pflegeprozess und Personaleinsatz-Programme (PEP) = das perfekte Duo zur Entlastung der Pflegefachkräfte

Tausende Pflegefachkräfte fehlen schon heute in Deutschland und dies erschwert natürlich erheblich die Personaleinsatzplanung. Das ist allerding nicht nur für die Sicherung der Pflegeprozessqualität und die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen sehr bedeutend. Eine effiziente Personalplanung ist zudem entscheidend für die Mitarbeiterzufriedenheit und damit letztlich für die Fachkräftesicherung.

Der Begriff der effizienten Einsatzplanung war in der Vergangenheit sicher eher mit dem Besetzen aller offenen Dienste ohne Rücksicht auf individuellen Ressourcen verbunden. Damit wurden die Performer nicht selten an Belastungsgrenzen gebracht.

Was es jedoch wirklich braucht, ist eine intelligente Personaleinsatzplanung auf Basis der realen und geplanten Pflegeaufwände einzelner Stationen. Und dies sowohl auf retrospektiver, sowie auf prädiktiver Datengrundlage. Denn somit lässt sich mittels historischer Pflegeaufwandsdaten ein basaler Bedarf an Personal pro Schicht einzelner Stationen genau ermitteln. Diese führen, ergänzt mit dem Pflege-Assessment der geplanten Aufnahmen und statistischer Algorithmen, zu einem verlässlichen, prädiktiven Planungsmodell.

Dies ist keine Fiktion:  CareIT Pro, die Pflege-Expertensoftware des NursIT Institute, kann in Verbindung mit Personaleinsatzplanung-Programmen (PEP) genau solch eine Prozessunterstützung bieten. Dabei liefert die Pflegesoftware nicht nur die Pflegeaufwände historischer, geplanter und aktueller Patienten an die PEP. Bei qualifikationsgemischten Teams kann das System auch den Bedarf der jeweiligen Qualifikationen in die Planung einfließen lassen und erlaubt so mit dem richtigen Skill- und Grade-Mix die Pflegetätigkeiten entsprechend der Kompetenz zu erledigen. Damit hat dann aber auch das „alle machen alles“ ein Ende und die Pflegefachkräfte können sich effizienter ihren jeweiligen Kernaufgaben widmen.

Natürlich unterstützt eine solche Kombination von Pflegesoftware und Dienstplan-Software auch die Engpass- und Ausfall-Planung. Entsprechend des Umsetzungsgrades der untertägigen Pflegemaßnahmen, der pflegerischen Belastung und der dafür notwendigen Qualifikationen kann ein Personalplanungssystem automatisch, absehbare Ressourcen-Engpässe erkennen, sowie darstellen und eine intelligente Um- bzw. Ausfallplanung unterstützen.

Fazit: Ein digitaler Pflegeprozess mittels Pflege-Expertensoftware in Verbindung mit Personaleinsatzplanung-Programmen (PEP) eröffnen echte Potentiale, um Belastungsspitzen der Pflegefachkräfte deutlich zu glätten und eine hohe Pflegeprozessqualität zu sichern. Auch das ist Pflege 4.0 .

Smartes Entlassungsmanagement für Kliniken – einfach, digital und effizient

Smartes Entlassungsmanagement für Kliniken – einfach, digital und effizient

Seit dem 1.10.2017 ist das Entlassungsmanagement, gemäß den Rahmenvorgaben des Bundesschiedsamts, für viele Kliniken ein Top-Thema. Aber schon seit 2004 existiert der Nationale Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege. Mit CareIT Pro unterstützt eine Expertensoftware nun beide Anforderungsfelder und gibt den Anwendern stets einen aktuellen Überblick zum Status des Entlassungsprozesses eines jeden Patienten.

Und da alle Informationen in der Regel bei der Pflege zusammenlaufen und diese auch dort oft größtenteils erhoben werden, bietet sich die Pflege-Expertensoftware im Besonderen als „digitale Zentrale“ für das Entlassungsmanagement an.

Dafür sorgen verschiedene, smarte Funktionen. Mit der ohnehin für die Patienten durchgeführte Anamnese und das Pflege-Assessment wird der digitale Entlassungsplan bei einem poststationären Pflegedefizit automatisch aktiviert. So kann ein bedarfsgerechtes Entlassungsmanagement sichergestellt werden. Der FIM bzw. Barthel-Index wird ebenfalls automatisch abgeleitet und im Entlassungsplan bereitgestellt. Dieser Plan ist zudem auch eine smarte Checkliste, die in der Lage ist, Plausibilitäten zu prüfen und bereits an anderen Stellen erfasste Daten zu übernehmen. Dabei wird über einem Fortschrittsbalken stets der aktuelle Status des Prozesses und eventuelle Inplausibilitäten dargestellt. Diese Informationen befinden sich auch in der Bettenübersicht und können so für eine einfachere Belegungssteuerung genutzt werden.

Der Sozialdienst und Pflegefachberater können bei entsprechenden Defiziten und Risiken des Patienten automatisch oder manuell von der Software informiert und zur Versorgung hinzugezogen werden. Zudem unterstützt das System die Planung und Dokumentation einer bedarfsgerechten Beratung und Schulung für den Patienten und seine Angehörigen. Neben der Hinterlegung eines voraussichtlichen bzw. finalen Entlassungstermins, wird stets der aktuelle Unterstützungsbedarf des Patienten dargestellt. Ein Überleitungsbericht steht jederzeit per Knopfdruck zu Verfügung und wird aus den pflegerischen Verlaufsdaten automatisch befüllt. Eventuelle, organisatorische Überleitungsrisiken von individuellen Patienten werden auf einem separaten Bericht aufgezeigt und ermöglichen dem Entlassungsverantwortlichen so eine frühzeitige Reaktion.

So wird das Thema des Entlassungsmanagements für die Kliniken praktikabel, transparent und effizient:

  • Assessment mit Ableitung des poststationären Pflegedefizits
  • Automatische und manuelle Benachrichtigung von Sozialdienst und Pflege-Fachexperten (Wundmanager etc.)
  • Automatische und manuelle Erzeugung eines Entlassungsplan mit smarter Checkliste und Statusanzeige
  • Automatische Ableitung von FIM und Barthel-Index
  • Planung und Dokumentation von bedarfsgerechter Beratung und Schulung für den Patienten und seinen Angehörigen
  • Hinterlegung und Weiterleitung des geplanten bzw. finalen Entlassungstermin (z.B. in der Belegungssteuerung)
  • Darstellung des aktuellen Unterstützungsbedarf des Patienten
  • Automatischer Überleitungsbericht
  • Darstellung von Inplausibilitäten und Entlassungsrisiken

Weiterführende Informationen und die Möglichkeit die Software zu testen finden Sie hier…


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