Gute Vorsätze: Ein erfolgreiches, neues Jahr im Fokus der Pflegefachkräfte…

Das Jahr 2018 wird und muss im Zeichen der Pflegefachkräfte stehen. Hat in 2017 die Politik die Pflegefachkräfte als Wahlkampf-Thema benutzt – wird man sie in 2018 beim Wort nehmen. Denn der Fachkräftemangel wird noch weiter zunehmen und damit auch die für alle spürbaren Folgen, wie OP-Verschiebungen und Stationsschließungen. Und damit auch in 2018 nicht jede vierte Pflegefachkraft ihren Job wechseln möchte, sind auch die Entscheider in den Gesundheitseinrichtungen zum Umdenken aufgerufen. Die Digitalisierung der Pflege wird kommen und 2018 werden viele Einrichtungen genau diesen Weg gehen und damit die Weichen zur Entlastung und Verbesserung der Zufriedenheit der Pflegefachkräfte stellen.
Und wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich in 2018 das alte, angestaubte monolithische Denken („unser KIS kann alles“) aus den Köpfen vieler IT-Verantwortlichen löschen wollen. Denn genau dieser Glaube verhindert innovative Entwicklungen im Gesundheitsmarkt und zwingt damit auch viele Pflegefachkräfte zur Nutzung von nicht-prozessunterstützenden, institutionellen Softwarewerkzeugen.
Warum – weil noch zu oft das Schreckgespenst der „Schnittstellen zum KIS“ ausgepackt wird, wenn die Testung oder Beschaffung neuer, innovativer Technologien vorgeschlagen wird. Viele IT-Abteilungen verstehen neue Systeme als Mehrarbeit und nicht als Chance die wertschöpfenden Mitarbeiter noch besser zu unterstützen und sich technologisch auf die Zukunft einzustellen.

Erfreulicherweise wird die Digitalisierung in der Pflege in diesem Jahr viel stärker Thema auf den einschlägigen Kongressen (Gesundheitswirtschaftskongress, Hauptstadtkongress etc.) und Messen (conhIT, Xpomet etc.) werden. Und vielleicht folgt ja der Transparenz die Entscheidung. Und so starten auch wir in diesem Jahr wieder mit einer virtuellen Pflegekonferenz im Januar.

Und so wären gute Vorsätze für das Jahr 2018 :

  • die Pflegefachkräfte und deren Arbeitsprozesse noch besser zu unterstützen und die innovativen Möglichkeiten die der Markt bereits bietet, durch die Pflegeexperten testen zu lassen.
  • Die Anwender und nicht die IT-Abteilungen über die Expertenwerkzeuge entscheiden zu lassen.
  • Die Pflegefachkräfte als Innovatoren und Erlösfaktoren zu verstehen und sic entsprechend strategisch auszurichten.
  • Die notwendige Veränderung von der monolithischen zu einer modernen, interoperablen Systemlandschaft und die damit verbundene Chance für die Nutzung innovativer Technologien zu gestalten. Neue Schnittstellen-Architekturen wie HL7-FHIR können hier das Totschlag-Argument „Schnittstelle“ entkräften.

Ich würde mich freuen, wenn 2018 ein wenig davon, zur Unterstützung der Kollegen in den Pflegeberufen umgesetzt würde und wünsche allen ein erfolgreiches, neues Jahr!

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Heiko Mania

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